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16.06.2011

Katze mit Pfeil getötet – jetzt wurde der Täter verurteilt

SCHWEIZ – Letztendlich half das standhafte Leugnen dem Täter nicht: gestern wurde ein Mann dafür verurteilt, dass er vor rund zwei Jahren einer Katze einen Pfeil in den Kopf schoss. Das arme Tier war noch mindestens einen Tag lang mit dem Pfeil im Gesicht herumgeirrt, bevor es entdeckt wurde und von seinen Leiden erlöst werden musste.

Symbolbild

Die grausame Tat ereignete sich vor zwei Jahren in der Region Thun. Einer Katze wurde ein 80 Zentimeter langer Carbonpfeil mitten in den Kopf geschossen. Der Pfeil durchbohrte die Nase, den Oberkiefer und die Zunge des Tiers und blieb schliesslich im Unterkiefer stecken. So irrte der hilflose Kater einen Tag lang umher, bevor er endlich von seinem Besitzer ausfindig gemacht und eingefangen werden konnte. Beim Tierarzt konnte man der Katze jedoch nicht mehr helfen, sie musste eingeschläfert werden.

Der Angeklagte, wohnhaft in der derselben Gegend wie der Besitzer der Katze, war einige Wochen nach dem Vorfall von der Polizei befragt worden und hatte damals ein Geständnis abgelegt. Dieses widerrief er jedoch während des Prozesses und behauptete stattdessen, er sei unter Druck gesetzt worden, das Geständnis sei erpresst worden und deshalb nicht zulässig.

Das Gericht sprach den Angeklagten dennoch in allen Punkten – Verstoss gegen das Tierschutzgesetz durch Misshandlung sowie qualvolle Tötung eines Tieres – für schuldig und verurteilte ihn zu einer Geldstrafe von 48 Tagessätzen à 50 Franken. Den vom Angeklagten vorgebrachten Anschuldigungen über Machenschaften der Polizei sowie anderer Prozessbeteiligter schenkte der Richter keinen Glauben. Vielmehr erinnerte er den Täter daran, dass der Sportbogen, der vor Gericht als Beweisstück diente, auf dem Heuboden seiner Mutter gefunden worden war und der Pfeil, der die Katze durchbohrt hatte, als der seinige identifiziert worden war.



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