Logo
23.10.2012

Katze spürt 2000 Jahre alte Grabkammer in Rom auf

ITALIEN – Als der Italiener Mirko Curti einer streunenden Katze folgte, ahnte er nicht, zu welch verborgenem Ort ihn das Tier führen würde.

Symbolbild

In direkter Nachbarschaft zu seiner Wohnung stiess der Mann auf eine antike Grabkammer, die seit Jahrhunderten niemand betreten hatte.

Auf der Jagd nach einer Strassenkatze verfolgte der Römer Mirko Curti mit einem Freund den Streuner bis zu einem Kalkfelsen in der Nähe seines Appartements. Warum die Italiener dem Tier nachstellten, wurde nicht bekannt. Dann war die Katze plötzlich verschwunden. Curti und einer seiner Freunde konnten das Tier nur noch hören: „Die Katze gelangte irgendwie in eine Höhle, und wir folgten ihrem Miauen“, so der Italiener gegenüber der britischen Zeitung "Guardian".

Als die beiden Männer im Inneren der Höhle ankamen, trauten sie ihren Augen nicht: Sie standen mitten in einer Grabkammer. Auf dem Boden lagen unzählige Knochen verstreut. In den Wänden befanden sich Nischen, wie sie im antiken Rom zur Lagerung von Urnen benutzt wurden. Das stellte ein Team von Archäologen fest, welches kurz darauf die Höhle inspizierte. Die Forscher gehen davon aus, dass die Grabkammer zwischen dem ersten Jahrhundert vor und 200 Jahre nach Christus errichtet wurde.

Die Gebeine am Boden stammten allerdings nicht aus den Wandkammern, teilten die Forscher dem Guardian mit. Die Nischen seien ausschliesslich für Urnen mit der Asche von Verstorbenen bestimmt gewesen. Demnach müssten die Knochen von einem anderen Begräbnisplatz in die Kammer gebracht worden sein, so die Annahme der Wissenschaftler. Die Archäologen wollen nun tiefer ins Innere der Höhle vorstossen, um nach weiteren Grabstellen zu suchen.

Aber wie kommt es, dass die antike Stätte so lange unentdeckt blieb – und dass ausgerechnet Curti und sein Freund nun auf sie stiessen? Die Archäologen vermuten, dass der Eingang zur Grabkammer aus Sicherheitsgründen verschlossen worden war. Und dass heftige Regenfälle zum Einsturz des Höhleneingangs geführt hatten. Kalkstein leidet schnell unter Erosion, wurde im antiken Italien aber häufig für den Bau von Grabstätten benutzt.

Umso mehr freut sich Curti über den Fund in seiner Nachbarschaft – für ihn die bisher „unglaublichste Erfahrung“ seines Lebens, wie er dem Guardian sagte.

Quelle: Tierschutznews.ch



Benutzer:
Passwort:
Neu registrieren
Passwort vergessen?

Notfälle

Petfinder.ch arbeitet eng mit zwei Tierärztinnen zusammen, die auf die häufigsten Notfälle bei Hunden, Katzen,Pferden und Nagern eingehen.
» mehr 

Heimatlose Tiere suchen ein Zuhause

heimatlose Tiere suchen ein Zuhause - Hunde, Katzen, Nager usw.

Über 1000 heimatlose Tiere suchen bei uns ein neues Zuhause. Tiervermittlung für Hunde, Katzen, Nager und mehr...