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19.09.2011

Keine Abschussbewilligung für den Wolf im Wallis

SCHWEIZ – Dies teilte die Walliser Regierung am Freitag in einem Communiqué mit. Damit reagierte die Regierung auf dringliche Vorstösse aus dem Kantonsparlament.?? Der besagte Wolf hatte in den vergangenen Wochen insgesamt 80 Schafe gerissen – vor allem im Obergoms, im Binntal und im Lötschental.

Trotzdem dürfe das Tier nicht geschossen werden, da die «Kriterien gemäss geltendem Recht und dem Konzept Wolf» nicht alle erfüllt seien, heisst es weiter.??Denn laut der für die Beurteilung der Situation zuständigen interkantonalen Kommission waren die angegriffenen Viehherden mehrheitlich nicht genügend vor Wolfsattacken geschützt.??Vertreter der Oberwalliser CVP hatten am Freitagmorgen im Kantonsparlament zwei dringliche Vorstösse eingereicht, in denen sie forderten, dass die Regierung die Abschusskriterien für Wölfe herabsetzen soll.??In ihrem Communiqué betonte die Regierung zwar, dass sie die Abschussbewilligung nicht erteilen kann, doch wird deutlich, dass auch sie sich weniger strenge Kriterien wünscht. Sie wolle die Situation nun klären, schreibt die Regierung.

Meldung vom Kanton:

Im Verlaufe der letzten Wochen wurden von einem oder von mehreren Wölfen auf verschiedenen Oberwalliser Alpen Schafe gerissen. Zurzeit wird auf die Erteilung einer Abschussbewilligung verzichtet, da die anwendbaren Kriterien gemäss geltendem Recht und dem Konzept Wolf in verschiedenen Punkten nicht erfüllt sind.

In Anwendung der Bestimmungen des eidgenössischen Jagdgesetzes sowie des Konzepts Wolf hat der Kanton Wallis verschiedene Bewilligungen zum Abschuss schadensstiftender Wölfe erteilt. Dies jeweils,  wenn die Abschusskriterien erfüllt waren und die zuständige Interkantonale Kommission eine einstimmige Vormeinung zum Abschuss abgegeben hatte.

Aufgrund der Risszahlen überprüfte die Interkantonale Kommission die Fälle im Binntal und oberen Goms. Sie konnte in diesen Fällen keine einstimmige Vormeinung abgeben, da der Bundesvertreter, gestützt auf die Herdenschutz-experten des Bundes bei der AGRIDEA, der Ansicht ist, dass auf den meisten Alpen die Vorbereitung und Durchführung des Herdenschutzes nicht genügend war.

Die im Konzept vorgesehenen Voraussetzungen für die Erteilung einer Abschussbewilligung ( 25 Stück auf Alpen mit Herdenschutzmassnahmen oder nicht schützbaren Alpen innert 30 Tagen oder 15 Stück bei Schäden im vorangegangenen Jahr auf vollumfänglich geschützten oder nicht schützbaren Alpen) sind vorliegend ebenfalls nicht gegeben.

Aufgrund dieser Situation kann der zuständige Staatsrat Jacques Melly zum jetzigen Zeitpunkt keine Abschussbewilligung erteilen. Der offensichtlich bestehende Widerspruch zwischen Bund und Kanton betreffend Schützbarkeit der Alpen soll nun aber geklärt werden. Der Kanton erwartet eine rasche Umsetzung der verschiedenen vom National- und Ständerat angenommenen Motionen. Eine Abänderung des absoluten Schutzstatus des Wolfes in der Bernerkonvention ist nötig, da sonst den Behörden ein vernünftiger Umgang mit dem Grossraubtier Wolf verunmöglicht wird.



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