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14.10.2016

Kleinste Kunststoffteilchen gefährden Meerestiere

ENGLAND – Ein Grossteil aller Meeresbewohner nimmt Plastikabfall über die Nahrung auf. Britische Biologen gehen aktuell davon aus, dass es in 35 Jahren mehr Plastik in den Meeren geben wird, als sich Fische darin tummeln.

Kunststoff kann den Verdauungstrakt der Meeresbewohner blockieren. Die Tiere verenden letztlich elendiglich. In diesem Zusammenhang spielen auch kleinste Plastikteilchen eine wichtige Rolle. Denn sie werden sogar von Miniorganismen wie etwa Plankton aufgenommen. Plankton wiederum wird von kleinen Krebsen oder Fischen gefressen, diese dienen als Nahrung für grössere Räuber – mit dem Ergebnis, dass sich der Mikroabfall im Endeffekt in den Körpern fast allen Meeresgetiers wiederfindet. Pikant: Der Mensch steht am Ende der Nahrungskette. So landet der Müll auch unserem Körper. Vorausgesetzt, wir nehmen Meerestiere zu uns. Wie gefährlich das für den Menschen ist, können die britischen Experten nicht mit allerletzter Sicherheit sagen. Gesund ist es sicher nicht. Des Menschen Wegwerfmentalität bedeutet also nichts anderes ein Eigengoal.