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27.06.2009

Krebs bedroht Wildtiere

USA - Die Umweltverschmutzung, ist eine häufige Ursache dafür, dass Wiltiere an Krebs erkranken. Die Tumore können für einige Arten das unwiederrufliche Ende bedeuten, warnen Artenschützer.

Forscher der Wildlife Conservation Society (WCS) in News York fordern, dem Phänomen mehr Aufmerksamkeit zu schenken, denn Tiere, die an Krebs erkranken und an seinen Folgen sterben sind keine Seltenheit mehr: Tasmanische Teufel mit Hautkrebs, Pottwale mit Papillomen im Genitaltrakt von Pottwalen, Tumore in der Schwimmblase von Lachsen. Für manche bedrohte Tierart könnten bösartige Geschwüre das unwiderrufliche Ende bedeuten.

Seit 1996 fallen zum Beispiel dem "Gesichtskrebs des Teufels" (DFTD - Devil Facial Tumour Disease) in rasantem Tempo tasmanischen Teufel zum Opfer. Dabei stecken sich die Tiere bei Beissereien gegenseitig mit den Krebszellen an - ein wissenschaftlicher Sonderfall. Die Beuteltiere leben ausschliesslich auf einer Insel vor der Küste Australiens und stehen auf der Roten Liste der bedrohten Arten.

Wegen der vom Menschen verursachten Umweltverschmutzung erkranken zum Beispiel Belugawale (siehe Bild), die an der Ostküste Kanadas leben, an bösartigen Wucherungen des Drüsengewebes. Die Folge: 27 Prozent der bei einer Studie untersuchten, tot angespülten Belugas waren krebskrank . Als Ursache gilt der mit diversen krebsauslösenden Schadstoffen verseuchte Bodenschlamm, den die weissen Wale bei der Nahrungssuche durchwühlen. Bei den weiblichen Tiere fanden die Forscher ausserdem auffallend viele Tumore in der Gebärmutter.

Selbst Muscheln könnten dem Krebs zum Opfer fallen, denn diese Tiere nehmen Nahrung auf, in dem sie Kleinstlebewesen aus dem Wasser filtern. Mit dem Wasser nehmen sie auch die darin enthaltenen Schadstoffe auf.

Auch bei der Grünen Meeresschildkröte werden immer häufiger Geschwüre entdeckt. Besonders bei Schildkröten, die in verschmutzten Küstengewässern leben, sei die Lage dramatisch. Selbst die gutartigen Geschwüre stellen eine Bedrohung für die Reptilien dar, denn sie können so gross werden, dass die Tiere daran sterben.

Angesichts der steigenden Zahl an tierischen Krebspatienten betont Veterinärmedizinerin und WCS-Chefpathologin Denise McAloose: "Wir brauchen deshalb verstärktes Monitoring und intensivere Forschung". Denn Tumor-Epidemien könnten erhebliche ökologische Auswirkungen haben.



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