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26.04.2012

Letzter Wolf in Rheinland-Pflaz von Jäger erschossen

DEUTSCHLAND – Der NABU hat wegen des getöteten Wolfes im Westerwald Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Koblenz gegen Unbekannt gestellt. „Die Tötung des Wolfes ist eine hinterhältige Tat. Wir fordern eine lückenlose Aufklärung und hoffen, dass der Schütze rasch ermittelt werden kann und hart bestraft wird“, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.??

Die Tötung eines Wolfes stellt einen eklatanten Verstoss gegen das Bundesnaturschutzgesetz dar. „Es handelt sich um eine streng geschützte Tierart, dem Täter droht eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren“, betonte Olaf Strub vom NABU Rheinland-Pfalz.?? Wölfe besiedeln seit 2000 erfolgreich wieder Deutschland. Aus diesen ersten Wölfen sind bis heute 14 Rudel entstanden. Dies überwiegend in dünner besiedelten Regionen. Einzelne Wölfe tauchen auch in den westlichen Bundesländern auf. Sie sind die ersten Rückkehrer zukünftiger Wolfsrudel, die nach Einschätzung des NABU langfristig in allen Flächenbundesländern vorkommen werden. Eine Studie des Bundesamtes für Naturschutz von 2007 fand bundesweit für den Wolf geeignete Lebensräume. Angesichts dieser Prognose sollte eine absichtliche Tötung des ersten rheinland-pfälzischen Wolfes mit der gezielten Ausrottung der Art gleich gesetzt werden.??Der NABU begleitet seit 2005 die selbstständige Rückkehr des Wolfes nach Deutschland. In einem Projektbüro im Wolfsgebiet Lausitz werden die Erfahrungen mit dem Wolf in unserer Landschaft gesammelt. Bundesweit informiert der NABU über die Rückkehr des scheuen Beutegreifers.

Ein Jäger (71) hat offenbar den Wolf im Westerwald erschossen. Der Mann habe sich bei der Kriminalinspektion Montabaur gemeldet und zugegeben, am vergangenen Sonnabend mehrere Schüsse abgegeben zu haben, teilte die Polizei mit. Der Schütze habe den Wolf für einen wildernden Hund gehalten.

Ein Unternehmer hatte die vom Jagdverband ausgesetzte Belohnung von 1000 Euro für Hinweise um weitere 4000 Euro erhöht. Spaziergänger entdeckten den 30 Kilo schweren Rüden in einem Wald nahe Hachenburg. Er war das erste gesichtete Exemplar im Westerwald seit 1879.

Erste Untersuchungen hatten ergeben, dass der zwei Meter lange und 30 Kilogramm schwere Rüde mit einer grosskalibrigen Waffe erschossen worden war.



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