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22.07.2014

Löwe attackiert Safari-Bus

Im Serengeti-Park im deutschen Bundesland Niedersachsen wurde eine Familie leicht verletzt, als ein Löwe ins Fenster eines Safari-Busses sprang.

Symbolbild

DEUTSCHLAND – Die viereinhalb Jahre alte Raubkatze Warze jagte den Besuchern des Safari-Parks einen gehörigen Schrecken ein, als sie unvermittelt mit einem Satz in die Scheibe eines Safari-Busses sprang, sie dabei zerschlug und kurz mit den Vorderpfoten hängen blieb. Eine direkt hinter der zertrümmerten Scheibe sitzende Familie wurde durch die Glassplitter leicht verletzt, gab der Geschäftsführer des Serengeti-Parks in Hodenhagen in der Nähe von Bremen, Fabrizio Sepe, gestern bekannt. Es handle sich um den ersten Zwischenfall dieser Art seit der Eröffnung des Parks vor 40 Jahren. Die 14 Löwen in dem Gehege seien mit den Busfahrten grundsätzlich vertraut, hiess es. «Das kann nur etwas sehr Extremes gewesen sein», mutmasste Sepe über die möglichen Gründe für den Zwischenfall. Möglicherweise sei das Tier durch Blitzlichter irritiert oder mit einem Laserpointer geärgert worden. Die rund 45 Besucherinnen und Besucher in dem Bus hätten auch den Rest des Tages im Park verbracht. «Bis heute waren keine besonderen Sicherungsmassnahmen nötig», sagte der Geschäftsführer. «Hirsche, Nashörner und Löwen haben die Busse immer in Ruhe gelassen.» Trotzdem zieht man nun Konsequenzen aus dem Vorfall: Es darf kein Blitzlicht mehr benutzt werden, Überwachungskameras wurden angebracht und künftig sollen zwei statt einem Ranger im Gehege Aufsicht haben.