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06.03.2014

Lug und Trug - All Inclusive: Wie sich TUI und Co. die Welt schönreden

Man kennt das Phänomen aus allen Branchen: Mit dem Ankündigen guter grüner Absichten reden sich Ölkonzerne und Autobauer genauso die Welt schön, wie Lebensmittelhersteller und Bekleidungsindustrie. Ein aktuelles Beispiel für ein solches „Greenwashing“ kommt nun aus der Reisebranche.

Anfang Februar 2014 gab TUI Deutschland bekannt, in Zukunft keine Reisen mehr zu Delfinarien anzubieten und die Presse berichtete wohlwollend über diesen begrüssenswerten Schritt. Doch in Wahrheit bleiben die Riesen der Industrie - SeaWorld in den USA und Loro Parque auf Teneriffa - weiter im Programm von TUI Deutschland. Das Reiseunternehmen rechtfertigt diese „Ausnahme“ mit der spitzfindigen Begründung, dass SeaWorld und Loro Parque Themenparks seien. Die dort gezeigten Shows sollen nicht mehr speziell beworben werden. „Das wird auch nicht nötig sein, wenn man einen Themenpark im Programm führt, der Wal- und Delfinshows in diesem Ausmass anbietet“, sagt dazu Dr. Karsten Brensing, Leiter Wissenschaft von WDC Deutschland.

Ein weiteres Beispiel dafür, dass das Engagement dort aufhört, wo der Profit beginnt: FTI Touristik GmbH. Das Unternehmen gab bereits im Sommer 2013 bekannt, aus dem Winterkatalog 2013/2014 Wal- und Delfinshows zu streichen. Im aktuellen Katalog finden sich jedoch wieder Anzeigen für den Loro Parque, ausserdem beteiligt sich FTI an einer Sonderwerbeaktion zum 50-Jahr-Jubiläum von SeaWorld.

Die internationale Tier- und Umweltschutzorganisation Whale and Dolphin Conservation WDC, kritisiert die lückenhafte Umsetzung des Bewerbungsstopps von Delfinarien durch TUI Deutschland und FTI Touristik.

„Die Reiseunternehmen versuchen offensichtlich die Tatsache, dass Delfine und Orcas bei Loro Parque und SeaWorld gehalten werden, gekonnt zu umschiffen und wollen nicht auf die lukrativen Kooperationen mit den Vergnügungsparks verzichten. Ein vollständiger Verzicht auf jegliche Werbung für Einrichtungen, die Wale oder Delfine halten, und der Verzicht auf eine wirtschaftliche Beteiligung sind die einzige wirklich konsequente Lösung“, schliesst Brensing. 



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