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11.07.2011

Luzern arbeitet mit Herdenschutzhunden auf den Schafalpen

SCHWEIZ – Auf sieben Luzerner Schafalpen im Raum Sörenberg werden die Schafherden mit Hunden geschützt. Diese Massnahme soll verhindern, dass Schafe vom Wolf gerissen werden. Die Begleitgruppe Wolf des Kantons Luzern informierte sich vor Ort über die Arbeit der Herdenschutzhunde und das richtige Verhalten gegenüber den Hunden.

Wie soll man sich gegenüber Herdenschutzhunden verhalten? An ihrem Treffen in Flühli befasste sich die Begleitgruppe Wolf vornehmlich mit diesem gerade für Wanderer aktuellen Thema. Um Konflikte zu vermeiden, empfiehlt die Gruppe, sich bei der Begegnung mit Herdenschutzhunden strikt an einige Regeln zu halten: Durch das Bellen verteidigen die Schutzhunde ihr Territorium und ihre Herde. Bleiben Sie ruhig und vermeiden Sie Provokationen mit Stöcken und schnellen Bewegungen.

Es ist möglich, dass der Schutzhund Ihnen den Weg versperrt. Versuchen Sie die Herde zu umgehen und möglichst wenig zu stören. So bleiben die Schutzhunde mit ihren Tieren auf ihrer Weide.

Die Schutzhunde reagieren auf fremde Hunde besonders aufmerksam. Halten Sie Ihren eigenen Hund unter Kontrolle oder nehmen Sie ihn an die Leine. Ein fremder Hund darf auf keinen Fall zur oder gar in die Herde rennen und diese stören. Falls die Hunde sich miteinander beschäftigen, lassen Sie ihren Hund los und die Hunde werden ihre Beziehung untereinander regeln.

Sowohl Schutzhunde wie Schafe können durch überraschende Bewegungen erschreckt werden. Halten Sie deshalb als Biker und Sportler an und gehen Sie langsam an der Herde vorbei.

Die Schutzhunde können Ihnen neugierig entgegenkommen. Streicheln Sie diese nicht und vermeiden Sie das Spiel mit ihnen. Die Schutzhunde dürfen zu Fremden nicht zutraulich werden, sondern sollten bei ihren Tieren bleiben.

Die Hunde werden regelmässig gefüttert. Füttern Sie die Schutzhunde nicht, sonst locken sie diese von der Herde weg.

Möglicherweise folgt Ihnen ein Schutzhund beim Weitergehen. Ignorieren Sie den Hund und er wird bald zu seiner Herde zurückkehren.

Die Begleitgruppe Wolf wurde 2010 ins Leben gerufen, um eine Plattform zu bilden, in der Erfahrungen und Erkenntnisse ausgetauscht und gegenseitige Bedenken kennen gelernt werden können. Sie wird von der Dienststelle Landwirtschaft und Wald (lawa) geleitet.

Ein Vertrag zwischen lawa, Agridea, und dem Berufsbildungszentrum Natur und Ernährung (BBZN Schüpfheim) regelt den Aufbau und die Finanzierung des Herdenschutzes. Beim BBZN Schüpfheim ist das Kompetenzzentrum für den Herdenschutz im Kanton Luzern integriert. Der verantwortliche Herdenschutzbeauftrage ist Dieter von Muralt. Für den Herdenschutz 2011 im Kanton Luzern stehen maximal 45'000 Franken zur Verfügung. Zwei Drittel der finanziellen Mittel stammen vom Bund und ein Drittel vom Kanton Luzern.



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