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17.02.2012

Massentötung von Hunden - erstmals Prozess in Ukraine

UKRAINE – Nach Massentötungen von Strassenhunden in der Ukraine stehen erstmals zwei sogenannte Doghunter vor Gericht.

Ein 19-Jähriger soll in Kiew mindestens 30 herrenlose Hunde vergiftet und erstochen haben, wie die Zeitung «Segodnja» am Dienstag berichtete. Tierschützer gehen sogar von etwa 100 Bluttaten aus. Der Mitangeklagte habe die Morde gefilmt und die Clips ins Internet gestellt - dadurch flog das Duo auf. Den Männern drohen bis zu fünf Jahre Haft.

Zum Prozessauftakt musste ein grosses Polizeiaufgebot die Angeklagten vor aufgebrachten Tierfreunden schützen. Der Hauptangeklagte war zuvor massiv bedroht worden. «Ich fürchte um mein Leben», sagte der junge Mann. Die Ukraine gehört zu den Gastgeberländern der Fussball-Europameisterschaft 2012. Wegen der Hundetötungen war die Ex-Sowjetrepublik vor der EM in die Kritik geraten. Tierschützer beschuldigten die Behörden, in den vier Austragungsorten massenhaft Strassenhunde töten zu lassen. 



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