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10.10.2011

Matador von Stier schwer im Gesicht verletzt

SPANIEN – Neuer Horrorunfall in der Stierkampfarena: Im spanischen Saragossa traf ein Stier einen Matador mit einem Horn mitten im Gesicht, durchbohrte dessen Unterkiefer. Das Horn trat beim Auge wieder heraus.

Der 39-Jährige kam mit dem Leben davon, musste wegen seiner schweren Verletzungen aber fünf Stunden lang operiert werden. Die Zuschauer in der Arena stiessen Schreie des Entsetzens aus: Es war der zweite Kampf für den Matador Juan José Padilla am zweiten Tag des Festivals Virgen del Pilar in der spanischen Sadt Saragossa, als ihn ein Stier mit einem seiner Hörner mitten ins Gesicht traf. Auch in Fernsehbildern wurde der Augenblick festgehalten, als das linke Horn des Bullen den Unterkiefer von José Padilla aufspiesste und neben seinem hervorquellenden Auge wieder austrat.

Der 39 Jahre alte Padilla erlitt Verletzungen an seinem Auge, Muskeln und Haut, teilte das ihn behandelnde Krankenhaus am Samstag nach einer fünfstündigen Operation mit. Die Fernsehbilder zeigten, wie der Matador sich blutüberströmt aus dem Ring der Arena schleppte, während seine Helfer den 500 Kilogramm schweren Stier ablenkten. "Ich kann nichts sehen, ich kann überhaupt nichts sehen", schrie er, als er von der Stierkampfarena Misericordia in das Miguel-Servet-Krankenhaus in Saragossa gebracht wurde.

Die behandelnden Ärzte teilten mit, sie hätten Titan-Platten und Gewebe zur Wiederherstellung der Gesichtsknochen und der Augenhöhle Padillas eingesetzt. Es sei auch versucht worden, den Sehnerv zu rekonstruieren. Ein Helfer des Stierkämpfers, Vicente Yesteras, sagte, der Matador habe Glück gehabt, dass das Horn nicht in sein Gehirn eingedrungen sei.

Stierkämpfe sind in Spanien nicht mehr unumstritten, aber noch immer Teil der Kultur und Tradition des Landes. Tierschützer fordern seit langem ein Verbot des brutalen Spektakels, bei dem immer wieder grausige Unfälle passieren. Erst im vergangenen Jahr machte der bekannte Torero Julio "Julito" Aparicio Schlagzeilen, als ein Stier seinen Unterkiefer durchbohrte. Das Horn des Tieres trat aus Aparicios Mundhöhle wieder aus. Beim traditionellen Auftrieb der Stiere durch den spanischen Ort Pamplona kommen alljährlich Schaulustige ums Leben, die von den rasenden Bullen zu Tode getrampelt werden.



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