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23.04.2012

Medikamente sind sicherer ohne Tierversuche

SCHWEIZ – Ein Statement der AG STG zum «Internationalen Tag zur Abschaffung der Tierversuche» vom 24. April. Trotz der ständig steigenden Tierversuche und der vielen Milliarden, die in diese Art der Forschung gesteckt werden, nehmen viele Krankheiten wie z.B. Alzheimer-Demenz, Diabetes mellitus, Krebskrankheiten und Schlaganfälle immer weiter zu und bleiben ohne adäquate Therapie.

Um in der Medizin zu Fortschritten zu kommen und zudem die Sicherheit für Patienten bestmöglich zu gewährleisten, ist es zwingend notwendig, die besten zur Verfügung stehenden Testmethoden anzuwenden.

Um die Leistungsfähigkeit von innovativen, tierversuchsfreien Forschungsmethoden zu überprüfen, muss eine konsequente Vergleichsuntersuchung zwischen humanbiologischen Tests und Tierversuchen durchgeführt werden. Dies in einem Vergleich mit bekannten Daten aus der Humanmedizin und epidemiologischen Studien. Hingegen ist der Vergleich innovativer Testmethoden mit dem Tierversuch (Validierung) schon infolge der Qualität der Tierversuchsergebnisse äusserst gefährlich. Andreas Item, Geschäftsführer der AG STG, ist davon überzeugt, dass durch wissenschaftliche Vergleichsuntersuchungen Tierversuche als überflüssig und gefährlich gebrandmarkt würden. Er sieht darin den Grund, weshalb viele einflussreiche Wissenschaftler, die mit Tierversuchen sehr viel Geld verdienen, gegen jegliche Qualitätskontrolle sind.

Die Entwicklung und der Einsatz tierfreier innovativer Forschungsmethoden müssen viel mehr gefördert werden. Zur Zeit stellt der Bund für «Alternativmethoden» und innovative, tierversuchsfreie Forschungsmethoden jährlich etwa 400 000 Franken zur Verfügung, Tierversuche hingegen werden mit jährlich Hunderten Millionen unterstützt. Diese Ungleichheit führt zu falschen Anreizen in der Forschung und erschwert es innovativen Wissenschaftlern, ein Projekt in der Schweiz zu realisieren.

Dazu Andreas Item, Geschäftsführer der AG STG: «Das aktuelle System der Verteilung öffentlicher Gelder für medizinische Forschungsprojekte ist ein Desaster. Es kann wohl kaum davon ausgegangen werden, dass der SNF (Schweizerischer Nationalfonds) weiterhin mit dieser Aufgabe beauftragt werden kann, da die dort zuständigen «Experten» praktisch ausschliesslich selbst Tierversuche durchführen und diese sogar teils mit von ihnen selbst zugeteilten Bundesgeldern finanzieren!» Auch die Stiftung Forschung 3R ist dafür kaum geeignet, da sie zur Hälfte von der Pharmaindustrie finanziert wird (Beteiligung ebenfalls ca. 400 000 Franken im Jahr). Das Ziel muss eine neue, vollkommen unabhängige Institution sein, die die Verteilung der Forschungsgelder ausschliesslich anhand wissenschaftlicher Kriterien vornimmt.

Ein weiteres grosses Risiko für Patientinnen und Patienten ist die Intransparenz bei Tierversuchen. Es braucht eine detaillierte Auswertung sowie die Veröffentlichung aller – inklusive fehlgeschlagener! – Tierversuchsergebnisse. Derzeit gibt es keine Kontrolle über den «Erfolg»/Misserfolg von Tierversuchen. Transparenz bei Tierversuchen und klinischen Studien könnte weltweit unzählige Leben retten. Es bräuchte dazu ein Gesetz, das verlangt, dass alle Daten von Medizinstudien vollständig veröffentlicht werden. Auch müssten Zulassungsbehörden und Mediziner jederzeit auf die anonymisierten Patientendaten betreffend Nebenwirkungen Zugang erhalten.

Die AG STG fordert endlich ein Umdenken in Politik und Forschung. Will die Schweiz auch in Zukunft zu den führenden Forschungsnationen gehören, müssen wir uns vom Tierversuch verabschieden und den Weg frei machen für eine am Menschen orientierte und für die Menschen nützliche Medizinforschung.

Innovative, tierversuchsfreie Forschungsmethoden sind ein klarer Fortschritt und nicht ein Ersatz für Tierversuche. Die AG STG fordert die Schweizer Behörden auf, den Fortschritt in der Forschung nicht länger zu blockieren.

Der jährlich am 24. April stattfindende «Internationale Tag zur Abschaffung der Tierversuche» wurde erstmals 1979 begangen und geht auf den Geburtstag von Lord Hugh Dowding zurück, der sich im britischen Oberhaus für den Tierschutz einsetzte.

Viele weitere Beispiele gravierender Risiken für Menschen durch Tierversuche sowie Beispiele, wie der medizinische Fortschritt durch Tierversuche blockiert bis verhindert wurde und wird, finden Sie unter: http://www.agstg.ch



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