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04.06.2010

Mit Menschenhaar gestopfte Vogelscheuchen schützen Rehkitze vor Mähbalken

DEUTSCHLAND - Merkwürdige Vogelscheuchen stehen in den Wiesen um Wartberg an der Krems. Die ausgestopften Puppen haben aber nicht die Funktion Vögel zu vertreiben, sondern sollen die Füsse der Bambis vor den Messern der Mähbalken schützen.

Sabine Piberhofer, die Jägerin und gleichzeitig Geschäftsführerin eines Frisörsalons in Wartberg ist, macht sich für den Tierschutz zum Nutzen, dass in ihrem Laden die Kunden Haare lassen. Die abgeschnittenen Locken und Strähnen verbreiten in den empfindlichen Nasen der Rehe eine starke Witterung von Menschen. Der Geruch hält die Geissen ab, ihre gesprenkelten Bambis im hohen Gras abzulegen, wo die Bauern für ihre Kühe das Grünfutter und für die Heuernte mähen.

„Die Geissen lassen die Kitze oft über Stunden allein im hohen Gras zurück. Weil die Kitze keinen Eigengeruch haben und sich tief auf den Boden drücken, sind sie für Raubwild auf diese Weise gut in Sicherheit gebracht", erklärt Piberhofer.

Das ideale Versteck für die Bambis ist aber auch genau die Wiese, auf der der Bauer das Futter schneiden will. Weshalb der Hegering eine Lösung gefunden hat: Die vermeintlichen Vogelscheuchen. Wenn das Wetter trocken und warm ist und ein Landwirt heuen will, stellen ihm die Grünröcke eine mit Haaren vollgestopfte Puppe auf die Wiese, die den Menschengeruch verbreitet. Die Rehgeissen suchen sich dann Flecken aus, wo es nicht nach Menschen riecht und wo noch kein Traktor und Ladewagen fährt.

„Wichtig ist, dass es eine gute Zusammenarbeit zwischen Jägern und Grundbesitzern gibt, denn ohne Absprache ist diese Rettungsaktion nicht möglich", sagt Piberhofer.

Rehkitze nicht anfassen!

Nicht immer aber sind die Mähwerke am Tierleid schuld. Manche Spaziergänger verstehen bis zum heutigen Tag nicht die „Geruchssprache" der Geissen und ihrer Kitze. Wenn ein Bambi im Gras liegt, dann darf es der Mensch nicht anfassen, wenn es auch noch so lieb ist. Mit einer Berührung nimmt das Kitz nämlich den Menschengeruch an. Wenn die Mutter dann zurückkommt, empfindet sie ihr Kind als Fremdling und verstösst es.

Quelle: Tierschutznews.ch



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