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15.02.2013

Mutmasslich das schärfste Hundegesetz der Welt

DÄNEMARK – Hundehalter sollten zum Schutz ihrer Hunde dieses Land meiden. Seit dem 01.07.2010 gilt in Dänemark ein Hundegesetz, dass erst jetzt voll zur Anwendung kommt und auch jetzt erst ins Bewusstsein der Hundehalter.

Nach diesem Hundegesetz sind z. Zt. 13 Hunderassen verboten (u.a. auch viele Herdenschutzhunde und über 10 weitere Hunderassen stehen auf einer Beobachtungsliste zum Verbot), in den Sommermonaten besteht an den Stränden generelle Leinenpflicht, Hunde dürfen nicht mehr in ein Lokal mitgenommen werden und kommt es zu einem noch so geringen Beissvorfall, kann der Hund eingezogen und getötet werden. Das betrifft auch Touristen, also Hundehalter, die nur ein paar Tage oder Wochen in Dänemark Urlaub machen wollen.

Bei den 13 verbotenen Hunderassen gilt eine Art Bestandsschutz für Hunde, die vor dem 17.03.2010 angeschafft bzw. geboren wurden. Hunde die nach diesem Datum geboren, bzw. angeschafft wurden, können eingezogen und getötet werden. Auch das gilt natürlich auch für Touristenhunde. Wobei die Rassebestimmung nicht von einem Kynologen oder Veterinär vorgenommen wird, sondern von Polizisten, auch wenn sie keinerlei Ahnung von Hunderassen haben. So der Welpe Paco, der am 24.12.2012 euthanisiert wurde, weil die Polizei behauptete, dass er ein American Staffordshire Terrier sei, obwohl die Eltern belegterweise beide Staffbullterrier waren. In den allermeisten Fällen erfolgt die Tötung in kürzester Zeit, so dass ein Halter kaum Gelegenheit hat, zu reagieren.

Neuestes Beispiel für dieses unsägliche Hundegesetz ist der Fall des Schäferhundes Thor, der einen anderen Hund gebissen hat, zwar nicht schwer, aber dennoch wurde er zur Tötung beschlagnahmt. Ein Polizist, der dass mit seinem Gewissen nicht vereinbaren konnte, hat diesen Hund einen Tag vor der Tötung aus der Beschlagnahme entführt und in Sicherheit gebracht, was zur Folge hatte, dass er nach 20 Jahren bei der Polizei vom Dienst suspendiert wurde.

Es wurden auch schon Hunde umgebracht, die dann anschliessend in einem Gerichtsverfahren „freigesprochen“ wurden, nur das hilft dann nichts mehr, wenn die Hinrichtung bereits vollzogen wurde.

Mittlerweile wurden seit dem Jahr 2010 über 1400 Hunde getötet.

Dieses Gesetz, dass keinerlei wissenschaftlichen Begründung standhalten würde, dass der Willkür der Polizei Tor und Tür öffnet, ist eines demokratischen und zivilisierten Landes unwürdig. Ausserdem verstösst dieses Gesetz gegen jede europäische Tierschutznorm. Und das in einem Land, dass der EU angehört und sich immer einen so liberalen Anstrich gab. Das scheint allerdings für den „besten Freund“ des Menschen nicht zu gelten.



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