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12.01.2014

Nashorn-Jagdlizenz für 350'000 US-Dollar verkauft

Ein texanischer Safariclub hat die Lizenz zur Erlegung eines Schwarzen Nashorns versteigert – für 350'000 Dollar. Das Ganze geschieht aber mit Erlaubnis der Regierung – und angeblich zu einem guten Zweck.

Bild: Wikipedia/H. Stieglitz

Bei einer umstrittenen Auktion im amerikanischen Staat Texas ist die Jagdlizenz zur Tötung eines Schwarzen Nashorns in Namibia für 350 000 Dollar versteigert worden. Der Erlös soll laut dem Veranstalter Dallas Safari Club an die Behörden in Namibia für Massnahmen zum Schutz der bedrohten Tierart gehen.

Die Aktion sorgte bei Tierschützern zu Recht für Empörung. Der Direktor des Jagdvereins, Ben Carter, sagte dem Nachrichtensender NBC News, er habe mehr als ein Dutzend E-Mails mit Morddrohungen erhalten.

«Da ist ziemlich verrücktes Zeug darunter», sagte Carter. In einigen E-Mails sei ihm gedroht worden, für jedes getötete Nashorn werde ein Mitglied des Vereins getötet. Der Club hatte zuvor die Auktion gegen Kritik verteidigt.

Demnach vergibt die namibische Regierung seit 2012 jährlich fünf Genehmigungen für die Tötung von Schwarzen Nashörnern. Die Wissenschaft zeige, dass der gezielte Abschuss alter Bullen jenseits des Fortpflanzungsalters dem Wachstum der Herden diene, da diese Tiere oft jüngere Rivalen oder sogar Kühe und Kälber töten würden.

1800 Exemplare in Namibia

Tierschutzgruppen liessen sich davon jedoch nicht beschwichtigen. Alle Schwarzen Nashörner (auch Spitzmaulnashörner genannt) müssten wegen ihres Gefährdungsstatus geschützt werden, sagten etwa Vertreter der Organisation Humane Society und des Internationalen Fonds für Tierwohlfahrt. In freier Wildbahn gibt es Schätzungen zufolge 4000 der auch als Schwarze Nashörner bekannten Tiere. In den 1960er tummelten sich noch 70'000 in Afrika. Laut dem Dallas Safari Club leben heute in Namibia 1800 Spitzmaulnashörner.

Am Abend der Auktion versammelten sich rund 40 Demonstranten vor der Halle, in der die Jagdlizenz unter den Hammer kam. Sie hielten Transparente hoch und skandierten Parolen gegen die Aktion.

 



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