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23.06.2013

Nationalrat ist immer noch für die Katzenjagd

SCHWEIZ – Der Nationalrat will die Jagd auf verwilderte und streunende Katzen nicht verbieten. Er hat einen Vorstoss abgelehnt, der vom Bundesrat eine Änderung des Jagdgesetzes verlangte.

Motionär Luc Barthassat (CVP/GE) argumentierte, die Zahl von Katzen, die durch Schüsse verstümmelt werden und Qualen erleiden, sei in der Schweiz sehr hoch. Dies sei eines modernen, zivilisierten Landes unwürdig. Stattdessen seien Alternativen zu suchen – etwa Sterilisations- und Kastrationskampagnen.

Der Nationalrat lehnte die Motion am Mittwoch mit 105 zu 59 Stimmen bei acht Enthaltungen ab. Diese geht auf eine Petition des Verbands «SOS Chats» aus dem Kanton Neuenburg zurück. Gemäss geltendem Gesetz dürfen verwilderte Hauskatzen ganzjährig gejagt werden.

«Ein allenfalls lokales Problem»

Der Bundesrat lehnte den Vorstoss ebenfalls ab. Umweltministerin Doris Leuthard sagte, verwilderte Hauskatzen seien nicht erwünscht, da sie die einheimische Wildkatze durch Vermischung des Erbguts bedrohe. Der Abschuss sei aber keinesfalls so häufig, wie es Barthassat darstelle.

Zudem würden die Tiere in der Regel «nicht blindwütig erschossen». Das Problem sei allenfalls lokal vorhanden, über die ganze Schweiz gesehen jedoch irrelevant. Die Motion ist damit vom Tisch.

 

 



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