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07.02.2011

Neues Leben für kleinen jordanischen Tiger auf LIONSROCK

JORDANIEN/SÜDAFRIKA – Die Princess Alia Foundation in Jordanien rettete den kleinen Bahar – durch die Kooperation mit VIER PFOTEN erwartet ihn nun ein Leben auf der südafrikanischen Grosskatzenstation.

Tiger

Bild: VIER PFOTEN

Die von VIER PFOTEN geführte Grosskatzenstation LIONSROCK hat einen kleinen Neuzugang: Der von der jordanischen Princess Alia Foundation gerettete Tiger Bahar kam gestern, Samstag, gut auf der Station an. Dort wird der sechs Monate alte Tiger ein tiergerechtes Leben in grossem Gehege und ohne Gefahr durch Menschenhand verbringen. Ihre königliche Hoheit Prinzessin Alia – Gründerin der Princess Alia Foundation - stellte selbst sicher, dass der Tiger gerettet und transportiert wurde. Sie begleitete das Tier auf seiner Reise.

Seit mehr als einem Jahr kooperiert VIER PFOTEN mit der Princess Alia Foundation. In dieser Zeit traten mehrere Tiere, die in Jordanien aus schlechter Haltung gerettet worden waren, die Reise nach Südafrika an. Löwen, Hyänen und ein Serval waren zunächst im jordanischen Rehabilitationszentrum New Hope Centre, bevor sie auf LIONSROCK ein langfristiges Zuhause fanden. „Wenn Menschen über Tiere dominieren und grausam zu diesen sind, macht das die Menschen nicht grösser, sondern kleiner“, erklärt Ihre königliche Hoheit Prinzessin Alia.

Der kleine Tiger Bahar, der aufgrund von illegalem Handel mit Wildtieren beschlagnahmt wurde, erreichte nach fast 24 Stunden Reise sein Ziel in Südafrika. Tiger sind weltweit beinahe ausgestorben, und die, die in Gefangenschaft geboren wurden, haben so gut wie keine Chance, wieder ausgewildert zu werden. Viele Tiger werden für Zirkusse und Zoos gezüchtet, und auch in der Jagdindustrie sind Tiger willkommene Trophäen. In der traditionellen östlichen Medizin werden ihre Knochen als Heilmittel angeboten

Doch Bahar wird nicht lange das neueste Mitglied von LIONSROCK sein: Bereits am Dienstag werden eine Löwin und ein weiterer Tiger aus Bulgarien erwartet.

Während auf LIONSROCK das Wohlergehen der geretteten Tiere sichergestellt wird, bemüht sich VIER PFOTEN intensiv, die Probleme bei der Wurzel anzupacken. Die Probleme des skrupellosen Züchtens und der Grausamkeit gegen Tiere sind weltweit verbreitet. Eine der grössten Herausforderungen für VIER PFOTEN ist es, den weltweiten gesetzlichen Schutz von Löwen zu erreichen – damit diese Tiere in Zukunft nur noch dort zu finden sind, wo sie hingehören: In der Wildnis.

„Für uns ist es von höchster Bedeutung, dass wir dem Tiger ein besseres Leben auf unserer Schutzstation bieten können. Bahar ist ein Botschafter seiner Art – eine Tierart, die durch die Habgier der Menschen fast ausgestorben ist“, erklärt Helmut Dungler, Gründer und Geschäftsführer von VIER PFOTEN: „Ich bin überzeugt davon, dass die Rettung von Bahar zeigt, wie man durch effektive Zusammenarbeit Tieren wie Bahar helfen kann, die unter so traurigen Umständen in Gefangenschaft geboren wurden.“



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