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25.08.2011

OceanCare erhält UNO-Spezialberater-Status

SCHWEIZ – Die internationale Tier- und Umweltschutz-Organisation OceanCare mit Sitz in der Schweiz wird durch die UNO in New York gewürdigt. Seit ihrer Gründung agiert OceanCare international, aber mit dem neuen Status ist ein grosser Schritt nach vorn erreicht. "Die Anerkennung bedeutet einerseits eine Würdigung der langjährigen Meeresschutzarbeit von OceanCare, und andererseits wird es für die Organisation einfacher werden, ihre Anliegen vor wichtigen UNO-Gremien zu vertreten und für Wale und Delphine sowie für den Schutz und Erhalt ihres Lebensraums einzustehen", erklärt Sigrid Lüber.

Sie ist Mitbegründerin und Präsidentin von OceanCare und kämpft seit mehr als zwanzig Jahren auch an der Internationalen Walfang-Kommission (IWC) gegen die Jagd auf Meeressäuger. Als UNO-Beraterin kann OceanCare unter eigenem Namen antreten. Bislang musste sich die Organisation mit anderen NGOs zusammentun und sich auf eine gemeinsame Vertretung einigen. Zudem wird der Umwelt-Diplomatin Lüber dieselbe Redezeit zugestanden werden wie den Vertretern der Mitgliedstaaten. 

Neben der Errichtung neuer Schutzzonen in den Meeren und dem Engagement gegen die industrielle Überfischung setzt sich OceanCare bei der UNO vor allem auch für stille Ozeane ein. Mit der internationalen Kampagne Silent Oceans soll die stetig wachsende Lärmbelastung in den Meeren eingeschränkt werden: Immer grössere Schiffsmotoren, militärische Sonarbeschallung zur Ortung von U-Booten und seismische Tests zur Erkundung von fossilen Rohstoffen verursachen einen für Wale und andere Tiere höllischen Krach; die Schallwellen sind für die Tiere über Tausende von Kilometern hörbar. "Dieser Lärm kann tödlich sein", sagt Lüber. "Er verletzt die hochempfindlichen Hörorgane der Wale (und auch der Fische) und erschwert oder verunmöglicht sowohl die Kommunikation als auch die Suche nach Nahrung und Paarungspartnern. Im schlimmsten und nicht seltenen Fall verlieren Wale die Orientierung, sie stranden - und verenden qualvoll. Die UNO ist das ideale Gremium, um eine Lösung für dieses grenzüberschreitende Problem zu fordern und umzusetzen."

Auch Janice Jakait macht mit Row for Silence auf das Lärmproblem aufmerksam: Die deutsche Sportlerin wird ab Dezember für Silent Oceans in einem Ruderboot den Atlantik überqueren - alleine, drei bis vier Monate lang, über 3'500 Seemeilen bzw. rund 7'000 Kilometer.



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