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25.01.2014

Outdoor-Marken verzichten künftig auf Daunen von Tieren aus Stopfmast und Lebendrupf

Für die Foie gras-Industrie ist dieser Schritt weg von Stopfmast und Lebendrupf ein Schlag ins Gesicht. Endlich gibt es nun Produzenten mit Top-Qualitätsjacken und –Schlafsäcken, die neue globale Standards für den Tierschutz setzen.

Die Outdoor-Industrie verarbeitet jährlich mehrere hundert Tonnen Daunen, die von Millionen von Gänsen und Enten stammen. Die komplette Produktionskette ist jedoch schwer überschaubar und hat mehrere Schwachstellen. Einzelne Feder- oder Daunenlieferungen von einer Farm bis hin zur fertigen Jacke , einer Hose oder einem Schlafsack nachzuverfolgen, stellt eine grosse Herausforderung dar. Die Kontrollen werden sowohl die Brutbetriebe als auch die Aufzuchtsfarmen, die Schlachtereien, den Transport und die Waschanlage umfassen. Die Transparenz der Outdoor-Produzenten gegenüber der Öffentlichkeit ist dabei essentiell, um die Nachvollziehbarkeit auch wirklich zu gewährleisten.

Aufgrund jahrelanger Recherchen in der Daunenindustrie verfügt VIER PFOTEN über die nötige Expertise. Die Tierschutzorganisation hatte die Outdoor-Firmen über die bestmöglichen Praktiken informiert, die Tierschutz auf höchstem Sicherheitsniveau garantieren, und konnte sie schliesslich ins Boot holen.

„Die Zusagen bedeuten eine historische Wende, aber die Unternehmen sind noch auf unterschiedlichen Niveaus, was Sicherheit und Transparenz betrifft. Wir arbeiten derzeit an einem sicheren und transparenten System der Rückverfolgung, auf das sich die Unternehmen letztendlich alle einigen sollen. Im nächsten Schritt wollen wir alle Player der Produktionskette an einen Tisch bekommen, um sicherzustellen, dass keine Daunen mehr aus Stopfmast oder Lebendrupf Verwendung finden. Wir werden die Firmen dabei unterstützen, sichere und transparente Rückverfolgungssysteme für Daunen zu schaffen, um so die Tierquälerei aus der gesamten Produktionskette zu verbannen“, fügt Paun hinzu.

Lebendrupf ist eine besonders grausame Praxis. Während des Rupfens werden viele Tiere verletzt, die Wunden werden zumeist ohne Betäubung genäht. Ein Tier kann drei bis vier Mal in seinem Leben gerupft werden. Bei der Stopfmast wird jedem Tier ein Stopfrohr in die Speiseröhre eingeführt und anschliessend gekochter Mais mit Fett zwangsweise zugeführt, entweder manuell oder mechanisch. Mechanische Systeme fördern das Futter in 2-3 Sekunden, was es einer Person erlaubt, bis zu 400 Gänse in einer Stunde zwangszufüttern.

Ungarn und Polen sind in Europa die zwei Top-Produzenten von Gänsen, gefolgt von Frankreich, Deutschland und Grossbritannien. Frankreich ist bei den Enten auf Platz eins, danach kommen Deutschland, Ungarn, Grossbritannien und die Niederlande.

“Die VIER PFOTEN Kampagne gegen Stopfmast, Käfighaltung und Lebendrupf folgt dem Wunsch der Konsumenten, die Daunen von Tieren kaufen wollen, die nicht Opfer solcher Praktiken geworden sind“, sagt Gabriel Paun. Um diesen Erwartungen gerecht zu werden, hat VIER PFOTEN die „Positivliste“ ins Leben gerufen, die aufzeigt, welche Produzenten diese Praktiken nicht anwenden. Die Liste wird bereits von mehreren Grossverteilern in der Fleischbeschaffung zu Rate gezogen.



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