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30.06.2009

«Portugiesische Galeeren» jetzt im Mittelmeer

SPANIEN – Vor der Südküste Spaniens sind Portugiesische Galeeren gesichtet worden. Der Stich dieser hochgiftigen Tiere kann tödlich enden.

Bereits im letzten Sommer wurden aus Italien, ­Spanien und Frankreich Plagen von Leucht- und Lungenquallen gemeldet, die bei Menschen stechende Schmerzen auslösen können. Jetzt droht das Schwimmen im Mittelmeer richtig gefährlich zu werden: In der Meerenge von Gibraltar wurden rund 500 Exemplare der Portugieschen Galeere beobachtet. Sie zählen zu den giftigsten Tieren der Welt. Ihre bis zu 30 Meter langen Fangfäden lösen furchtbare Schmerzen und Entzüdungen aus. Atemstillstand und Herzversagen sind mögliche Folgen. Die Nesseltiere näherten sich bis auf 700 Meter an die Küste Südspaniens. Sie wurden jeodch vom Wind abgetrieben. Wie die Behörden mitteilten, bestand für Badegäste bisher noch keine Gefahr. Ein Sportfischer wurde jedoch gestochen und musste mit starken Reaktionen im Spital behandelt werden.

Die Portugisische Galeere lebt sonst im Pazifik und zum Teil im Atlantik. Anfang Mai sind einige Exemplare erstmals seit einem Jahrzehnt an den Mittelmeerküsten aufgetaucht. Dass immer mehr Quallen ins Mittelmeer kommen führen Wissenschaftler auf die gestiegene Wassertemperatur zurück, dank der sie sich besser vermehren können. Zudem spiele die Überfischung eine Rolle: Da Quallen vielerorts kaum noch natürliche Feinde wie Thun- oder Schwertfische haben, könnten sie sich so stark verbreiten.



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