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23.02.2011

Rinder erhalten digitale ID

EU – Der Herkunftsnachweis von Rindern kommt ins elektronische Zeitalter - zugunsten der Lebensmittelsicherheit. Auf dem "Salon International de l'Agriculture" in Paris hat die Europäische Kommission erklärt, dass sie derzeit einen Vorschlag zur elektronischen Identifizierbarkeit von Rindern ausarbeitet. Damit soll das bisherige Ohrmarken-System weiterentwickelt werden.

Rinder

Mit diesem Schritt werde die Lebensmittelsicherheit weiter verbessert und die Ausbreitung von Tierkrankheiten besser kontrollierbar, so die Generaldirektion Gesundheit und Verbraucherschutz der Europäischen Kommission (DG SANCO). Eine Schlüsselrolle in diesem Prozess kommt den Tierärzten zu. Das zeigt erneut die vielfältigen Aufgaben von Veterinären und welche Bedeutung sie damit für den Alltag der Verbraucher haben.

Stärkung des Systems der Rückverfolgbarkeit von Tieren in der EU

Die Europäische Kommission arbeitet einen Vorschlag für die Einführung einer elektronischen Identifizierung von Rindern aus. Denn die Rückverfolgbarkeit von Tieren und Tierprodukten in ganz Europa spielt eine wichtige Rolle beim Schutz der Gesundheit von Verbrauchern und von Tieren. Es existieren bereits spezifische Bestimmungen für die Nutzung elektronischer Identifizierungsmöglichkeiten in der EU, beispielsweise für Haustiere, Pferde, Schafe und Ziegen. Ein digitales ID-System für Rinder würde ungefähr 90 Millionen Tiere in einem entsprechenden Kontrollsystem zusammenführen.

Landwirte und Lebensmittelindustrie profitieren von digitaler Identifizierung

Das Rückverfolgungssystem hat seinen Nutzen bereits bewiesen. Die elektronische Erfassung bietet der Lebensmittelindustrie jedoch völlig neue Möglichkeiten: Sie macht das jetzige System präziser und schneller. Gibt es tierärztliche oder Sicherheitsbedenken, lässt sich die Herkunft von Tieren und Lebensmitteln besser zurückverfolgen - das ist besonders hilfreich und notwendig, wenn beispielsweise Seuchen ausbrechen. Eine elektronische Identifizierung vereinfacht die gegenwärtigen Prozesse, reduziert den administrativen Aufwand und verbessert die Wettbewerbsfähigkeit des ganzen Sektors. Sie ist ein exzellentes Instrument für das Management von und die Automatisierung auf landwirtschaftlichen Betrieben. Zudem hilft die digitale ID bei Betrugsprävention und bei der Erhöhung der Zuchtqualität.

Bernard Van Goethem, Direktor für Tiergesundheit und Tierschutz bei DG SANCO sagt: "Die Aufnahme von Rindern in unser Rückverfolgungsprogramm ist ein bedeutender Schritt unserer Aktivitäten im Jahr 2011. Die Rückverfolgung unterstützt uns dabei, die höchstmöglichen Standards bei Lebensmittelsicherheit und Hygiene sicherzustellen. Unerlässlich ist sie zudem bei der Prävention von Maul- und Klauenseuche, BSE und Schweinepest. Darüber hinaus sichert das System Lebensmittelqualität und -geschmack - durch präzise Kennzeichnungen."

Quelle: Tierschutznews.ch



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