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28.07.2009

Rottweiler erhält vermutlich «Todesstrafe»

SCHWEIZ – Nach der Beissattacke eines jungen Rottweilers auf den 4-jährigen Ali am Sonntag in Schaffhausen zeichnen sich langsam die Konsequenzen des Vorfalls ab: der Hund wird wahrscheinlich getötet werden müssen. Politiker fordern indes resolute Massnahmen gegen Kampfhunde.

Der erst einjährige Rottweiler wird die Attacke auf den Buben wohl mit dem Leben bezahlen müssen. Zu diesem Schluss kommt der Schaffhauser Kantonstierarzt Urs Peter Brunner, welcher den Hund begutachtet hat. Die Schwere von Alis Verletzungen deuten darauf hin, dass der Rottweiler sehr stark zugebissen habe, begründet er. Und letzendlich überwiege bei einer solchen Entscheidung über Leben oder Tod eines Hundes die Sicherheit der Bevölkerung.

Der aktuelle Vorfall facht die Diskussion um «Kampfhunde» in der Schweiz wieder an. Diese nahm ihren Anfang nach der tödlichen Attacke dreier Pittbulls auf den 6-jährigen Süleyman im Jahr 2005. Seither fordern diverse Politiker ein Rassenverbot oder eine Bewilligungspflicht für Kampfhunde. In den kommenden Monaten wird der Ständerat über ein neues Hundegesetz debattieren, das vermutlich 2010 zur Volksabstimmung kommt. Dieses sieht unter anderem Leinenzwang bei Schulen vor.

Einigen Politikern geht dies noch zu wenig weit. Sie plädieren für ein grundsätzliches Halteverbot von Kampfhunderassen. Zusätzlich sollen potenziell gefährliche Hunde ein Fähigkeitszeugnis benötigen. Die Attacke auf den 4-jährigen Ali hätte dies jedoch auch nicht verhindert, denn der junge Rottweiler war noch nie zuvor aktenkundig aufgefallen. Ganz abgesehen davon, dass weder im Kanton Schaffhausen noch im Kanton Aargau, wo der Hund gemeldet ist, Rottweiler als «Kampfhunde» eingestuft sind.

Gieri Bolliger, Geschäftsleiter der Stiftung Tier im Recht, sieht im Verbot von Hunderassen nicht die Lösung des Problems. Nicht die Rasse sondern die Erziehung mache ein Tier aggressiv. Hinzu kommt, dass ein Verbot das Halten eben dieser Rasse noch attraktiver mache, glaubt er. Auch Kantonstierarzt Brunner sieht die Verantwortung eher beim Hundehalter, welcher eine starke Perönlichkeit sein müsse, damit solche Attacken nicht passieren.



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