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29.12.2010

Rückblick: Die gefährlichsten Zirkus-Unfälle mit Tieren 2010

DEUTSCHLAND – Hunderte Wildtiere sind in deutschen Zirkussen lebenslänglich eingesperrt und zum Unterhaltungsobjekt degradiert. Frust und Aggression lassen manche Tiere Amok laufen. Andere brechen aus ihren Gehegen aus und suchen verzweifelt ihre Heimat. Doch die Suche endet nicht selten tödlich auf der Bundesstrasse. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. listet zum Jahresende die ihr bekannten Ausbrüche und Unfälle von Tieren im Zirkus auf, die sich 2010 in Deutschland ereigneten.

Anlässlich der erschreckenden Ausmasse und der Gefahr für Mensch und Tier, fordert PETA die CDU/CSU-Fraktion erneut dazu auf, ihre Blockadehaltung endlich aufzugeben und ein umfassendes Wildtierverbot im Zirkus zu beschliessen.

Laut PETA gab es 2010 in Deutschland insgesamt vier Ausbrüche und Unfälle von Elefanten aus dem Zirkus – im Januar in Thalfingen, im März in Bad Belzig, im August in Jena und im September in Leutkirch. Dabei wurden drei Passanten verletzt, einer davon schwebte in Lebensgefahr. Im Februar griff ein Tiger in Solingen seinen Dompteur an und verletzte diesen. Die Feuerwehr versuchte im September einen ausgebüxten Affen in Ergolding wieder einzufangen. In Frankfurt/Oder brach im Juni ein Flusspferd aus und war alleine im Messering unterwegs ist. Ein 3,5 Tonnen schweres Nashorn zertrampelte im April während einer Vorstellung in München die Umrandung der Manege und kam den Besuchern gefährlich nahe, was für Panik und Todesangst unter den Zuschauern sorgte. Insgesamt zweimal brachen Alligatoren aus: Ein 3m langer und 170kg schwerer Alligator hielt im Juli drei Frankfurter Streifenwägen auf Trab. Ebenfalls im Juli fanden Darmstädter Anwohner einen Mississippi-Alligator auf dem Gehweg vor. Im Glottertal war im Juni ein Känguru alleine in Richtung Ortsmitte unterwegs, in Rheinfelden bat die Polizei im März um Hilfe bei der Suche nach einer Antilope. In anderen Städten kam es 2010 mindestens dreizehn Mal zu Begegnungen mit Ponys, Eseln, Lamas, Kamelen, Hengsten und Alpakas, die für Teils sehr gefährliche Begegnungen mit Autofahrern sorgten.  Einige endeten mit dem Tod der Tiere, mit Auffahrunfällen, Sachschäden oder Personenverletzungen. Nicht zuletzt ging im August ein Hund eines Zirkus mehrmals auf Besucher los und verletzte sie schwer.

PETA verweist darauf, dass Begegnungen mit Elefanten und andere Wildtiere jederzeit tödlich enden können. Seit 1980 bis 2010 gab es z. B. weltweit 104 Zwischenfälle mit Elefanten im Zirkus, wobei 44 Menschen getötet und weitere 141 verletzt wurden. Auch Bisse von Affen, Lamas, Kamelen, Pferden und anderen Tieren können für Kinder und Erwachsenen schwere Verletzungen und Infektionen zur Folge haben.



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