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30.09.2010

Schlachttiertransitverbot wird nicht ins Tierschutzgesetz aufgenommen

SCHWEIZ – Bundesrätin Doris Leuthard gelang es, einer Mehrheit im Ständerat ein gesetzliches Verbot des Schlachttiertransits auszureden. Das ist aus ihrer Sicht konsequent, will sie doch ein Freihandelsabkommen mit der EU abschliessen und die EU als Preis dafür den freien Weg mit ihren Schlachttieren durch die Schweiz haben.

Schockierend ist, dass die Ständeratsmehrheit der Wirtschaftsministerin zu diesem vorhersehbaren Kuhhandel mit der EU grünes Licht gegeben hat und sich damit gegen die wohlbegründeten Tierschutz-Interessen von Tierfreunden, Bauern und fünf Kantonen, die entsprechende Standesinitiativen eingebracht hatten, gewendet hat. Die EU-Ferntransporte sind an Grausamkeit und Tierverachtung nicht mehr zu überbieten. Sie sind mitverantwortlich für Seuchenzüge in der EU, die in den vergangen Jahren Millionen von Hühnern, Schweinen und Kühen extremes Leid brachten und das Leben kosteten. Ein Skandal, dass ausgerechnet Frau Bundesrätin Leuthard, die das Dossier „Tierschutz“ verwaltet, Tür und Tor für ein derartiges Verbrechen an Tieren öffnen will.

Text: Dr. Hansuli Huber, Schweizer Tierschutz STS



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