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05.07.2009

Schrecklich brutale Tierquälerei

DEUTSCHLAND - Die niedersächsische Firma Schwerk (Wistedt, Königsmoor) reisst ihren Gänsen brutal die Federn aus. Diese Tierquälerei geschieht mit Rupfmaschinen, die eigentlich für tote Tiere gedacht sind. Selbst Experten sind entsetzt über den Einsatz von Lebendrupf in Deutschland. VIER PFOTEN fordert Tierhalteverbot für den Gänsezüchter. Der Daunenverband will erneut von nichts gewusst haben.

Es geschieht am 30.Juni 2009, 40 km entfernt von Hamburg, in dem Dörfchen Königsmoor. Ein VIER PFOTEN Team liegt versteckt in einem abgelegenen Waldstück und filmt das Unfassbare. Heimlich und unter grössten Sicherheitsvorkehrungen begehen die Mitarbeiter einer der grössten Gänsezuchtanlagen Deutschlands strafbare Tierquälerei.

Systematisch werden hunderte Gänse brutal an eine Rupfmaschine gepresst. Rotierende Metallscheiben reissen die Daunen aus der Haut der schreienden Gänse. Die Maschinen klingen wie Kreissägen und übertönen die Panikschreie Gänse. Ein Mitarbeiter packt die Gänse grob an Flügel oder Hals, reicht sie den Rupfern. Gänse versuchen zu fliehen und werden mit Fusstritten zu der Rupfmaschine getrieben.

Ein Mitarbeiter wird wütend und trampelt auf einer Gans herum. Die gerupften Tiere werden einfach auf die Weide geworfen - sie überschlagen sich und humpeln panisch davon. Einige Tiere bleiben liegen, sie haben die Prozedur nur schwer verletzt überlebt, viele von ihnen werden sterben.

Denn um die verletzten Tiere kümmert sich niemand. Nach der qualvollen Prozedur, die viele Stunden dauert, untersuchen VIER PFOTEN Mitarbeiter die Tiere. Die gerupften Gänse sind mit Wunden übersät, einige Tiere bluten stark und liegen mit gebrochenen Beinen oder Flügeln in der prallen Sonne. Ein besonders schwer verletztes Tier wird von VIER PFOTEN zum Tierarzt gebracht. Die Diagnose: das Bein ist mehrfach gebrochen, die Flügelfedern sind blutig ausgerissen, die Brust ist kahl und auf dem lebenden Tier wimmeln Parasiten. Die arme Gans muss eingeschläfert werden.

Die schrecklichen Szenen sind kein Einzelfall. Nach VIER PFOTEN Informationen lässt die Firma Schwerk seit Jahren systematisch zehntausende Gänse rupfen. Die Tonnen wertvoller Daunen gehen an eine grosse deutsche Daunenfabrik, die nun den Einkauf der illegalen Ware abstreitet. Dabei muss es noch mehr Mitwisser gegeben haben, denn im Sommer werden kaum Tiere geschlachtet und damit auch kaum Daunen von toten Tieren gewonnen.

VIER PFOTEN hat Anzeige gegen die Verantwortlichen wegen Verstosses gegen das deutsche Tierschutzgesetz erstattet und fordert ein Tierhalteverbot für den Gänsezüchter. VIER PFOTEN wird auch Ermittlungen gegen den verantwortlichen Amtsveterinär anstellen, der die tausendfache Tierquälerei über Jahre hinweg übersehen hatte. Auch der deutsche Lobbyverband der Daunenindustrie, der letztes Jahr versicherte, deutsche Gänsefarmen hätten mit solcher Tierquälerei nichts zu tun, wusste angeblich von nichts.

Dies zeichnet erneut ein fragwürdiges Bild, eines von einem Fachverband, der offenbar nicht einmal weiss, was vor der eigenen Haustür passiert und gleichzeitig behauptet, der Tierschutz würde Falschaussagen treffen. Die Gänse der Firma Schwerk werden an Geschäfte in ganz Deutschland geliefert und in Supermärkten, Feinkostgeschäften und Restaurants verkauft.

VIER PFOTEN fordert strenge Kontrollen auf Lebendrupf von sämtlichen Gänsehaltungsbetrieben und ein entschlossenens Vorgehen der Behörden gegen die Firma Schwerk. Kunden sollten Firmen mit deratigen kriminellen Tierschutzvergehen von ihren Einkaufslisten streichen.

(Bild: VIER PFOTEN)



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