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29.07.2014

Schuppentiere vom Aussterben bedroht

In Ländern wie China und Vietnam gilt das Schuppentier als Delikatesse – mit fatalen Folgen: mittlerweile gelten alle acht Arten der Schuppentiere nach Einschätzung der Weltnaturschutzorganisation (IUCN) als vom Aussterben bedroht. Schnelles Handeln ist gefragt.

Schuppentier im Leipziger Zoo

SCHWEIZ – Schuppentiere werden vor allem in China noch als Delikatesse und wegen angeblicher medizinischer Heilkräfte verspeist, wie die IUCN heute ausführte. «Im 21. Jahrhundert sollten wir wirklich keine Arten mehr essen, die dadurch vom Aussterben bedroht sind», sagte Jonathan Baille, Co-Vorsitzender einer Expertengruppe der IUCN. Das Aussterben der Schuppentiere würde einer 80 Millionen Jahre alten evolutionären Entwicklung ein Ende setzen. Die Schuppentiere bilden im Tierreich neben den Raubtieren eine eigene Ordnung.

Unterbindung des illegalen Handels als wichtigstes Ziel

Die Weltnaturschutzunion appellierte an die Regierungen der betroffenen Länder, allen voran China und Vietnam, den illegalen Handel mit Schuppentieren zu unterbinden. Als Grundlage dafür seien Berichte über die aktuellen Bestände an Schuppentieren vorzulegen.

Schuppentiere verdanken ihre Einzigartigkeit im Tierreich ihrem Schuppen-Panzer. Die nachtaktiven Tiere, die sich von Insekten ernähren, können zwischen 30 und 150 Zentimeter gross werden und zwischen zwei und 35 Kilogramm wiegen. Weltweit sind sie auch unter ihrem malaysischen Rufnamen Pangolin (ursprünglich: pengguling) bekannt, der ihre Fähigkeit bezeichnet, sich bei Gefahr zusammenzurollen.



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