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22.11.2010

Schweinesuppe-Verbot – Grossmästereien fühlen sich bedroht

SCHWEIZ – Bis zu 300'000 Tonnen Speiseabfälle fallen in Schweizer Restaurantküchen jedes Jahr an. Knapp drei Viertel davon werden aufbereitet und an Schweine verfüttert. Ab kommendem Jahr ist dies verboten.

Schwein, Schweinehaltung

Aus Angst vor Tierseuchen ist die Verfütterung von Speiseresten seit Jahren in der EU verboten. Die Schweiz konnte immer wieder Übergangsfristen aushandeln, um ein Verbot kommt sie aufgrund ihrer bilateralen Verpflichtungen aber nicht herum. Die Industrie hat längst umgerüstet und wandelt heute die Speisereste in Biogas um. Der normale Schweizer Bauer ist von dem Verbot auch nicht betroffen. Es sind die sieben Grossmästereien, welche ein Problem damit haben. Es sind nämlich die Hauptabnehmer der Schweinesuppe. Die Grossmästereien haben jetzt Existenzängste. Sie könnten zwar auf andere Futtermittel wie Soja oder Mais umstellen. Da ihre Anlagen aber auf so genannte Flüssigfütterung eingerichtet sind, kommen hohe Investitionen auf sie zu. In der Schweiz darf zudem ein Betrieb maximal 1500 Mastschweine halten. Nicht so die sieben Grossmästereien: Sie haben Ausnahmebewilligungen und dürfen bis zu 3000 Tiere halten. Der Grund hierfür: Die Betriebe kümmerten sich um die Wiederverwertung von Speiseresten. Da diese Aufgabe bei einem Verbot entfällt, müssten sie ihre Bestände drastisch reduzieren. Das wird den Fleischpreis heimischer Schweine in die Höhe schnellen lassen. Was hoffentlich zu einer besseren Haltung von Schweinen beitragen wird.



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