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13.06.2013

Schweiz ist internationaler Vorreiter bei Kennzeichnungspflicht von Pelzen

SCHWEIZ – In der Schweiz wurde im Dezember 2012 eine Verordnung zu neuen Kennzeichnungspflichten für Pelz und Pelzprodukte erlassen. Zukünftig müssen Pelzprodukte mit klaren Angaben zu Tierart, geographischer Herkunft und Haltungsbedingungen der Tiere versehen sein.

Diese Verordnung gilt ab 1. März 2013, den Herstellern wird allerdings eine Übergangsfrist von einem Jahr eingeräumt. Bei der Konsumenteninformation in diesem Bereich ist die Schweiz damit internationaler Vorreiter und ein Vorbild für andere europäische Länder. Eine neue Meinungsumfrage für VIER PFOTEN in Österreich zeigt den deutlichen Wunsch nach einer aussagekräftigen Kennzeichnung für Pelzmode. So wünschen sich 88 Prozent der Österreicher, dass Pelzprodukte nach dem Schweizer Vorbild klarer deklariert sein sollen.

Pelzfarmen gibt es in der Schweiz aufgrund hoher gesetzlicher Auflagen schon lange nicht mehr. Dennoch wird auch in der Schweiz wieder vermehrt Mode mit Pelzanteilen verkauft, die aus tierquälerischer Haltung stammen. Die internationale Pelzbranche jubelt in diesen Tagen über enorm gestiegene Umsatzzahlen. So wurden nach Angaben der International Fur Trade Federation (IFTF) in der Saison 2011/2012 weltweit 44 Prozent mehr Umsatz gemacht als noch zehn Jahre zuvor. Hauptverantwortlich für den Trend ist laut IFTF der stark wachsende Absatzmarkt in Asien (35% der globalen Pelzverkäufe). Aber auch europäische Konsumenten kaufen die tierquälerisch produzierte Pelzmode und ist verantwortet28% des globalen Pelzabsatzes.

Künftig ermöglicht die Deklarationspflicht für Pelze tierfreundlichen Eidgenossen eine bewusste Entscheidung gegen Pelzware im Handel. Die Schweiz hat in diesem Sinne eine nachahmenswerte Regelung beschlossen. „Pelz ist immer mit grossem Tierleid verbunden, dies wird die neue Deklarationspflicht deutlicher machen. VIER PFOTEN ist zuversichtlich, dass sich die Schweizer Konsumenten in Zukunft an der Ladentheke öfter gegen fragwürdige Pelzprodukte entscheiden“, erläutert Corinne Abplanalp, Kampagnenleiterin bei VIER PFOTEN Schweiz. Die Umfrage aus Österreich macht deutlich, dass sich die Bürger anderer Länder eine vergleichbare Regelung wünschen. Sie ergab darüber hinaus, dass sich nur 35 Prozent zutrauen, echten Pelz gut von Kunstpelz zu unterscheiden. Nun sind nationale Regierungen und auch die Europäische Kommission gefordert, bei den bislang völlig unzureichenden Vorgaben für die Pelzkennzeichnung nachzubessern.



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