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28.10.2013

Schweizer Nationalpark wird 100 Jahre alt

SCHWEIZ – Mit seiner Gründung am 1. August 1914 schufen die Pioniere eine einzigartige Wildnisoase, in der die natürliche Entwicklung ohne menschlichen Einfluss verläuft. Im ältesten Nationalpark Mitteleuropas wird dieses bemerkenswerte Naturexperiment seit hundert Jahren wissenschaftlich begleitet und dokumentiert. Mit einem bunten Strauss von Jubiläumsprojekten ermöglicht der Nationalpark facettenreiche Einblicke in ein Jahrhundert Wildnisentwicklung.

© WIKIPEDIA / Hansueli Krapf

«Die Schweiz darf stolz sein auf ihren Nationalpark», meint Heinrich Haller, Direktor des ältesten Nationalparks der Alpen. «Als nationale Institution ist es naheliegend, das Jubiläumsjahr in Bern anzukündigen. Schliesslich war es das Bundesparlament, dass am 27. März 1914 die Errichtung des Schweizerischen Nationalparks (SNP) im Unterengadin beschloss und seither die Schirmherrschaft inne hat.» Offiziell gegründet wurde der SNP am 1. August 1914, kurz vor Ausbruch des 1. Weltkriegs. Doch seine Geschichte begann noch früher. Bereits 1909 hatten Vertreter der Naturforschenden Gesellschaft (heute Akademie der Naturwissenschaften Schweiz) den Schweizerischen Bund für Naturschutz (heute Pro Natura) gegründet, um die Pachtzinsen für die Val Cluozza bei Zernez zu finanzieren. Mittlerweile verpachten die fünf Parkgemeinden Zernez, S-chanf, Scuol, Val Müstair und Lavin dem Bund insgesamt 170 km2 Land. Dies entspricht der Fläche des Fürstentums Liechtenstein. In 100 Jahren hat sich der SNP zu einem international angesehenen Top-Schutzgebiet entwickelt, das auf den drei Säulen Naturschutz, Forschung und Naturbildung aufbaut.

Ein Beispiel aus dem reichhaltigen Fundus der Nationalparkforschung ist die Geschichte der Alpweiden. Bis zur Errichtung des Nationalparks wurden Wiesen und Weiden von Kühen und Schafen genutzt. Dadurch erhöhte sich dort der Nährstoffeintrag (Urin und Dung), worauf sich eine spezifische Vegetation mit hochwüchsigen Pflanzenbeständen bildete. Als die Nutztiere nach 1914 verschwanden, zogen die Rothirsche ein, die sich an den Pflanzen der ehemaligen Weiden gütlich taten. Wiederum veränderte sich dort die Vegetation: Es entstanden Kurzrasen mit einer völlig anderen Zusammensetzung an Pflanzen. Diese Kurzrasen sehen zwar eintönig aus, sie sind aber reicher an Pflanzenarten als die ehemaligen Viehweiden.



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