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14.09.2010

Sie überlebten Haiangriffe – jetzt setzen sie sich für den Schutz der Raubfische ein

USA - Für den Erhalt gefährdeter Haifischarten setzt sich ein Gruppe von Tierschützer ein. Zuvor machten alle schon eine lebensgefährliche Bekanntschaft mit dem Hai.

In den USA setzen sich neun Opfer von Haiangriffen vehement für den Schutz der gefährdeten Meerseräuber ein. Arme und Beine wurden Ihnen von den Raubfischen abgerissen. Trotzdem haben neun Opfer von Haiangriffen zusammengefunden, um für den Schutz der Tiere einzutreten, von denen sie fast umgebracht wurden. Jetzt verlangen Sie von den Vereinten Nationen einen besseren Schutz der gefährdeten Haifische. Fast ein Drittel der Haiarten sind vom Aussterben bedroht.

«Wenn sogar wir einsehen können, wie wichtig der Erhalt der Haie ist, müsste das dann nicht auch jedem anderen einleuchten?», fragt Haiopfer Debbie Salamone. Der 44-Jährigen wurde 2004 im US-Staat Florida von einem Hai die Achillessehne durchtrennt. Damit kam Salamone relativ glimpflich davon. Direkt nach der Attacke habe sie beschlossen, Rache zu nehmen und Haifischsteaks zu essen, berichtet sie. Doch dann habe sie aus der Situation etwas Positives machen wollen und sei der Umweltschutzorganisation Pew Environment Group beigetreten. Für das Haischutzprogramm dieser Organisation warb sie weitere Haiopfer als Unterstützer an.

«Haben wir das Recht, jede Kreatur bis an den Rand des Aussterbens zu jagen, bevor wir anfangen sie zu schützen», fragt der ehemalige Kampfschwimmer Paul de Gelder. Der Australier wurde im vergangenen Jahr während einer Übung von einem Hai angegriffen und verlor dabei seine rechte Hand und seinen rechten Unterschenkel.

Die neun Tierschützer sind zwischen 21 und 55 Jahre alt. Sie alle verbindet die Liebe zum Meer und dass sie zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen sind. Am Montag kam die Gruppe in New York am Sitz der Vereinten Nationen zusammen, um für einen besseren Schutz der Haie zu werben. Vorallem wollen sie die Praxis stoppen, wonach Haie nur ihrer Flossen wegen getötet werden. Beinahe 75 Millionen Haie werden pro Jahr wegen ihrer Flosse getötet. Die Flossen bringen mehrere Hundert Franken pro Kilo und werden vor allem nach Asien verkauft, wo sie meist in Suppentöpfen landen.

Haie werden spät geschlechtsreif und bringen nur wenige Junge zur Welt. Deshalb können die Tiere die Verluste nicht ausgleichen. Die Haischützer wollen deshalb, dass die UN den Fang von bedrohten Haiarten verbietet und auf wissenschaftlichen Untersuchungen beruhende Fangquoten erlässt. Bis dato haben nur gerade 40 von 130 Nationen Beschränkungen für den Haifang erlassen. Und nur für den den Walhai und den Weissen Hai existieren internationale Handelsbeschränkungen.

«Jedes Tier hat das Recht auf seinen Platz auf der Welt, egal, zu welchen Handlungen ihre Instinkte sie veranlassen. Es ist die Pflicht der Menschen, das empfindliche Gleichgewicht des Ökosystems zu erhalten», so de Gelder.



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