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27.08.2010

Stärkere Förderung des Tierwohls und der Inlandproduktion

SCHWEIZ - Der Schweizer Tierschutz STS begrüsst das heute Freitag veröffentlichte BLW-Papier «Land- und Ernährungswirtschaft 2025» zur künftigen Ausrichtung der Agrarpolitik.

Fazit des STS: Verglichen mit der EU wurde zwar in der Schweiz punkto Tierwohl schon einiges erreicht - doch reicht dies noch längst nicht aus. Der STS fordert deshalb eine verstärkte Förderung tierfreundlicher Haltungformen. Angesichts der zunehmenden weltweiten Spekulation mit landwirtschaftlichen Rohstoffen sei auch die inländische Lebensmittelversorgung in Zukunft zu sichern.

Noch immer müssen in der Schweiz Millionen von Nutztieren ihr Leben widernatürlich in geschlossenen Ställen, in oft drangvoller Enge verbringen, ohne ausreichenden Platz, Auslauf und Weide. Denn bislang wendet der Bund lediglich 8 % der Direktzahlungen zur Förderung tierfreundlicher Haltungsformen auf. Obwohl diese Form der Tierhaltung im Gegensatz zur Intensiv- und Massentierhaltung erwiesenermassen für gesündere Tiere und qualitativ bessere Produkte bürgt. Konsumenten, Bauern und Tiere würden gleichermassen davon profitieren. 

Der Schweizer Tierschutz STS fordert deshalb, in der Agrarpolitik umzusteuern und konsequent auf mehr Tierschutz zu setzen. Das Ziel muss sein, dass sämtliche Nutztiere in der Schweiz raschmöglichst regelmässigen Auslauf ins Freie erhalten. Im heute präsentierten Papier «Land- und Ernährungswirtschaft 2025» des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW) vermisst der STS ein klares Bekenntnis zu einer bäuerlichen Tierhaltung. Dies wäre umso wichtiger, als gewisse Kreise versuchen, auch in der Schweiz Massentierhaltungen mit tausenden von Schweinen und zehntausenden von Hühnern salonfähig zu machen.  

Mehr Produkte aus der Schweiz 

Im Weiteren plädiert der STS dafür, im Rahmen einer naturnahen, tierfreundlichen und bäuerlichen Landwirtschaft, möglichst viele Nahrungsmittel im Inland zu erzeugen. Einerseits stammen die zunehmenden Importe bei Fleisch und Eiern oftmals aus Tierfabriken, wie sie hierzulande richtigerweise verboten sind. Andererseits wird in den kommenden Jahren das Thema Versorgungssicherheit wieder aktuell werden.  

Nach der Immobilien- und der Bankenpleite raten immer mehr Experten Anlegern, im Portfolio auch landwirtschaftliche Rohstoffe zu halten. So sind heute Milliardengelder in Rohstoffen und deren Handel involviert, was Spekulanten anlockt. Ein Lied davon können aktuell die Hilfsorganisationen im überschwemmten Pakistan singen: Obwohl genügend Weizen vorhanden ist, haben Spekulanten an den internationalen Rohstoffbörsen die Preise in die Höhe gedrückt, sodass die zur Verfügung stehenden Hilfsgelder jetzt nur mehr für die Hälfte der beabsichtigten Weizenkäufe reichen. Der STS kritisiert, dass das BLW in seiner Analyse der künftigen Rahmenbedingungen dieser brandgefährlichen Entwicklung zuwenig Platz einräumt.



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