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07.07.2009

Stiertreiben in Pamplona scharf kritisiert

SPANIEN – Heute beginnt wieder das alljährliche traditionelle Stiertreiben in Pamplona. Tierschützer aus aller Welt haben bereits am Sonntag mit einer Aufsehen erregenden Aktion gegen die Tierquälerei demonstriert. Und auch der Deutsche Tierschutzbund hält mit Kritik nicht zurück.

Ab heute bis 14. Juli werden wieder jeden Tag sechs Stiere durch die engen Gassen der Pamploner Altstadt gehetzt. In der Arena, wo die völlig erschöpften Tiere in Panik schliesslich ankommen, erwartet sie jeweils abends dann der sichere Tod. Im Rahmen der klassischen Stierkämpfe wird allen sechs Tieren der Garaus gemacht.

Das Spektakel, welches durch Ernest Hemingways Roman «Fiesta» weltbekannt wurde, zieht jedes Jahr eine grosse Menschenmasse an, unter ihnen auch viele Touristen. Hunderte waghalsige junge Männer rennen mit den Stieren mit, angefeuert von tobenden, schreienden Zuschauern. Dass es dabei immer wieder zu schweren Unfällen und sogar Todesfällen kommt, kümmert offenbar weder Teilnehmer noch Besucher. Und das Thema Tierschutz bleibt dabei gänzlich auf der Strecke.

Tierschützer aus vielen Ländern versuchen das zu ändern. Am Sonntag riefen die Tierschutzvereine PETA (People for the Ethical Treatment of Animals) und Animalis Naturalis zu einer Aktion auf, an der Dutzende von Tierschützern teilnahmen. Halbnackt und mit Kunstblut beschmiert legten sich die Männer und Frauen auf den Boden und forderten auf Transparenten ein Ende des Spektakels.

Der Deutsche Tierschutzbund, der schon seit Jahren für ein Ende der Stierkämpfe eintritt, ruft Touristen dazu auf, solche Veranstaltungen nicht mit einem Besuch zu unterstützen. Neben Pamplona sind dies jedes Jahr rund 2000 Stierkampfveranstaltungen, bei denen insgesamt über 30'000 Stiere ihr Leben lassen müssen.

Der Leidensweg der Tiere beginnt jedoch schon vor den jeweiligen Veranstaltungen. So werden den Stieren beispielsweise mit Widerhaken versehene Nadeln in die Haut gestossen, um sie zu reizen. Die Hörner werden oftmals bis auf die empfindlichen Nerven abgeschliffen, damit diese dem Torero in der Arena keinen Schaden zufügen können. Durch tagelangen Futter- und Wasserentzug werden die Stiere vor den Kämpfen zusätzlich geschwächt.

Europas grösste Tier- und Naturschutzorganisation lehnt generell alle Brauchtümer ab, die mit Tierleid verbunden sind. Der Verband tritt seit Jahren dafür ein, dass Stierkämpfe endlich abgeschafft werden. Petfinder.ch kann sich dem nur ausdrücklich anschliessen.



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