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13.07.2009

Studie zu Kenias Nationalparksystem – Artenvielfalt geht zurück

USA – In den grossen Schutzgebieten Kenias geht die Zahl wilder Tiere mit derselben Rate zurück wie ausserhalb der Reservate. Das berichtet eine Gruppe um David Western, Professor für Biologie an der University of California in San Diego.

Die Studie beruht auf 270 grossen Zählungen der Tiere in Kenia aus 25 Jahren. Im grossen ostafrikanischen Land gibt es allein 23 Nationalparks. Deren Grenzen, so zeigte sich, berücksichtigten nicht die Wanderrouten der Tiere. Wenn also das umgebende Land für Landwirtschaft und anderen Nutzen freigegeben werde, würden wichtige Wege und Futterquellen für die Tiere zerstört. «Die Parks in Kenia wurden vor allem dort eingerichtet, wo die Menschen die grössten Ansammlungen von Tieren sahen – und das ist typischerweise dann der Fall, wenn sie sich während der Trockenzeit zusammenfinden», erklärt Western.

Um Elefanten und andere Tiere vor Wilderern zu schützen, wurde das Verbreitungsgebiet der Tiere auf die Parks eingeschränkt. Das ändert aber die Ökologie in diesen Gebieten, erklären die Wissenschaftler. «Elefanten brauchen viel Platz», erläutert Western. «Sie wandern weit herum. Jetzt aber sind sie auf kleinere Areale eingeschränkt, sie verringern die hölzerne Vegetation und reduzieren insgesamt die Artenvielfalt der Nationalparks. Wir sehen in den kenianischen Parks durchweg einen Wechsel hin zum Grasland.» In der Folge gingen Arten verloren, die andere, eher mit Bäumen bestandene Lebensräume brauchten: Giraffe, der Kleine Kudu oder die Impalas.

Zudem würden viele Menschen gezwungen, ausserhalb dieser Areale zu siedeln. Daher sähen einige Stämme die Parks als eine Bedrohung für ihr Überleben. In der Folge steige die Bereitschaft, Wilderer einzuladen, um die Tiere loszuwerden.



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