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08.08.2016

Tiefe Winterverluste bei Schweizer Bienenvölkern

SCHWEIZ – Lediglich etwa 10% der Bienenvölker überlebten den vergangenen Winter nicht. Es scheint, dass die Imkerinnen und Imker je länger, je besser mit der vor 30 Jahren in Europa «eingewanderten» Varroamilbe umgehen können.

Bereits zum neunten Mal wurden die Winterverluste in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein mit einer Internetumfrage unter über 1000 Imkerinnen und Imkern erhoben. Fast die Hälfte der Befragten hatten gar keine Verluste zu beklagen, bei rund 80% betrugen die Verluste weniger als 15%. Damit setzt sich der positive Trend der letzten Jahre fort. Diese gute Nachricht ist einer aktuellen Pressemitteilung des Vereins Deutschschweizerischer und Rätoromanischer Bienenfreunde (VDRB) zu entnehmen. Als Hauptursache der Winterverluste gilt die Varroamilbe. Die Behandlung dieses Parasiten ist sehr anspruchsvoll. Einerseits sollen die Milben bekämpft werden, ohne dass die Bienen Schaden nehmen. Andererseits darf die Behandlung mit natürlichen Säuren nur ausserhalb der Honigernte geschehen, um eine einwandfreie Honigqualität zu garantieren. Es scheint aber, so ist in der oben erwähnten Medienmitteilung weiter zu lesen, dass die von den Imkerverbänden angebotenen Aus- und Weiterbildungen Früchte tragen.