Logo
05.10.2009

Tierheim auf Mallorca kämpft gegen Hochwasser an

SPANIEN – Die andauernden Regenfälle auf der balearischen Insel haben zu schweren Überschwemmungen geführt. Betroffen ist unter anderem auch ein Tierheim der mallorquinischen Tierschutzorganisation «First Aid Animales Mallorca». Das Hochwasser hat auf dem ganzen Tierheimgelände grossen Schaden angerichtet.

Die Hunde und Helfer der mallorquinischen Tierschutzorganisation „First Aid Animales Mallorca“ (FAAM) sind am Ende ihrer Kräfte. Die Situation sei verheerend, die Hunde ständen seit Tagen im Nassen und die Helfer würden ohne Unterlass Wasser schippen, erklärt Jasmin Birras von FAAM. Bereits mussten die Tierschützer damit beginnen, Tiere zu evakuieren. Doch das ist nicht einfach: Pflegeplätze und definitive Zuhause für die Tiere sowohl in Mallorca als auch in der Schweiz und Deutschland werden verzweifelt benötigt. 

Nachhaltige Spuren hinterlassen werden die Schäden am Gebäude und am Inventar. Bauliche Massnahmen im Tierheim könnten solche Situationen in Zukunft entschärfen. Doch die finanziellen Mittel dafür sind beim FAAM nicht vorhanden. Und der Winter steht vor der Tür, was die Situation zusätzlich verschärft.

Für die betroffenen Hunde ist die Situation nicht einfach, haben die meisten sowieso schon ein schwieriges Leben hinter sich. Wie zum Beispiel die still leidende, angeschossene Labradorhündin, die nichts sehnlicher bräuchte als ein trockenes Plätzchen zur schnellen Genesung.

„First Aid Animales Mallorca“ (FAAM) ist ein eingetragener Verein im Südosten Mallorcas, der sich mit ehrenamtlichem Engagement um in Not geratene Hunde und deren Vermittlung kümmert. Als grossen Erfolg kann FAAM die Übernahme der örtlichen Perrera verzeichnen, welche dazu geführt hat, dass keine Hunde mehr nach einer Frist von 15 Tagen getötet werden müssen. 

Wer dem FAAM helfen möchte oder einem Tier einen Platz bieten könnte, kann sich hier genauer informieren.