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30.11.2014

Tierschützer fordern Schlachtverbot von Katzen

SCHWEIZ – Wer denkt, dass Haustiere nur in Asien auf dem Teller landen, liegt falsch. Denn in unserem eigenen Land ist das Jagen und Schlachten von Katzen gesetzlich erlaubt und wird auch praktiziert. In einigen Kantonen soll Katzenbraten zur Weihnachtszeit gar als besondere Delikatesse gelten. Tierschützer wollen das nun ändern und fordern ein Schlachtverbot.

In Italien war es der Skandal schlechthin: 2010 erklärte der italienische Fernseh-Koch Beppe Bigazzi in einer TV-Show, wie man eine Katze fachgerecht zubereitet – man solle das Tier drei Tage lang in Quellwasser einlegen und es dann im eigenen Saft schmoren lassen. Der Auftritt blieb nicht ohne Folgen. Tierschützer, Politiker und Medienwächter wurden aktiv, Bigazzi wurde suspendiert mit der Begründung, sein Auftreten sei geschmacklos, widerwärtig und bedenklich.
 
Dass die Emotionen rund um dieses Thema so hoch gingen, erstaunt nicht. Schliesslich wird das Essen von Hund und Katze in westlichen Ländern als exotisch abgetan. Denn anders als in China oder Korea sehen wir unsere Haustiere in der Regel nicht als potenzielle Mahlzeit an. Was allerdings die wenigsten wissen, ist die Tatsache, dass auch bei uns in manchen Kantonen Katzen durchaus auf dem Speiseplan stehen.
 
Eine Katze zu Weihnachten  
Während viele Eltern sich zu Weihnachten eher damit auseinandersetzen müssen, dass bei ihren Sprösslingen ein Büsi auf dem Wunschzettel steht, landet in einigen Haushalten die Katze tatsächlich als Festtagsbraten auf dem Tisch. Und das völlig legal. Denn anders als etwa in Deutschland und eben auch in Italien ist in der Schweiz das Töten von eigenen Haustieren, also auch von Hund und Katze, zum Eigenverzehr gesetzlich erlaubt. Einzige Einschränkung dabei ist, dass die Schlachtung nicht gegen die Tierschutzverordnung verstösst.
 
Tierschützer des Neuenburger Verbandes SOS Chats wollen das nun ändern. Sie haben eine Petition mit 16'000 Unterschriften im Parlament eingereicht, welche die Jagd auf herrenlose Katzen verbieten soll. Da in manchen Kantonen die Jagd sogar bis auf nur 200 Meter Entfernung von Wohnhäusern erlaubt sei, könne nicht sichergestellt werden, dass anstelle von verwilderten Katzen nicht auch gechippte Freigänger einem Jäger zum Opfer fallen, kritisieren die Tierschützer.
 
Ziel der Tierschützer ist es, dass Katzenfleisch pünktlich zu Weihnachten verboten wird. Der traditionelle Katzenbraten sollte damit dann vor allem bei Bewohnern der Kantone Bern, Luzern und Jura verschwinden. Ob das Verbot dieses Mal durchkommt, bleibt abzuwarten. Letztes Jahr scheiterte der Versuch, der Antrag wurde abgelehnt. Die Eidgenossenschaft überlässt die Entscheidung darüber, ob Haustiere auch verzehrt werden, lieber dem ethischen Empfinden ihrer Bürger.



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