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21.03.2011

Tote Hunde sorgen für Aufregung

SCHWEIZ – In der kleinen Gemeinde Dotzigen herrscht derzeit grosse Aufruhr unter den Hundehaltern. Der Grund: innert Kürze starben zwei Hunde, ein dritter entgeht dem Tod nur knapp. Im Verdacht steht die Infektionskrankheit Babesiose, die durch Zecken übertragen werden kann.

Zeckenarten können die gefährliche Babesiose übertragen.

Gleich drei Hunde sind in der Berner Seeland-Gemeinde zwischen Ende Februar und Anfang März erkrankt. Für zwei Vierbeiner, einen Chow-Chow und einen Schäferhund, kam jede Hilfe zu spät. Ein Labrador-Mischling konnte gerade noch rechtzeitig behandelt werden. Bereits letzten Herbst war zudem ein Boxer im gleichen Dorf gestorben. Die Diagnose im Fall des Chow-Chows und des Schäferhundes war eindeutig: Babesiose. Doch auch die beiden anderen Fälle deuten auf Grund der Symptome auf dieselbe Krankheit hin.

Krankheitsverursacher der Babesiose, landläufig auch Hunde-Malaria genannt, sind einzellige Parasiten der Gattung Babesia, welche die roten Blutkörperchen zerstören und dadurch zu Blutarmut und Gelbsucht führen. Übertragen werden die Parasiten durch Zecken. Eine gute Zecken-Prophylaxe gerade im Frühling und Herbst ist daher sinnvoll. In Dotzigen führte deshalb Tierarzt Martin Gugelmann eine Info-Veranstaltung aus aktuellem Anlass durch. Auch Tierärztin Renée Devaux, die in Büren eine Tierarztpraxis betreibt, bestätigt, dass man derzeit rasch reagiere und Besitzer mit erkrankten Hunden umgehend zur Kontrolle aufbiete. Man wolle lieber einmal zuviel als zuwenig behandeln.

Wer sich über Zeckenschutz informieren möchte, sollte Kontakt mit seinem Tierarzt aufnehmen und sich beraten lassen. Grundsätzlich wird Hundehaltern als Vorsichtsmassnahme empfohlen, nach jedem Spaziergang das Fell seines Vierbeiners gründlich nach Zecken abzusuchen und bereits saugende Tiere so schnell wie möglich mit einer Zeckenzange oder Zeckenkarte zu entfernen.



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