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17.11.2011

Ukraine stoppt Massenmord an Strassenhunden

UKRAINE – Nach scharfer Kritik von Tierschützern hat die Ukraine ein Ende der Massentötung von Strassenhunden zugesagt. Das Umweltministerium der Ex-Sowjetrepublik habe alle Kommunen des Landes aufgefordert, das Vergiften der Streuner einzustellen und stattdessen Tierheime einzurichten.

Das berichteten Medien aus der Hauptstadt Kiew am Donnerstag. Tierschützer auch aus Deutschland hatten gegen die Massentötung vor der Fussball-Europameisterschaft 2012 in der Ukraine protestiert. Von den Kommunen hatte es geheissen, man wolle vor dem Turnier die Strassen «sicherer» machen. In Kiew wurde unterdessen ein Mann festgenommen, der mehr als 100 Hunde grausam getötet haben soll. Der 19-Jährige habe die Vierbeiner nach ersten Ermittlungen mit einem Messer aufgeschlitzt und Fotos davon im Internet veröffentlicht, wurde ein Polizeisprecher von der Presse zitiert. Als Grund habe er genannt, er sei einmal von Hunden angefallen worden und habe sich «rächen» wollen. Dem Mann drohen eine Geldstrafe in Höhe von umgerechnet 72 Euro oder sechs Monate Haft. In der Diskussion um Strassenhunde bot Maja Prinzessin von Hohenzollern vom Europäischen Tier- und Naturschutz-Verein der Ukraine mobile Krankenwagen an. Darin könnten westeuropäische Ärzte die Hunde sterilisieren, sagte sie bei einem Gespräch mit dem Kiewer Vize-Bürgermeister Alexander Mazurtschak. Mazurtschak lehnte das ab. Es gebe bürokratische Hürden für ausländische Ärzte in der Ukraine, sagte er.



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