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21.07.2010

Ungeheuerliche Arbeitsbedingungen für Fiaker-Pferde

OESTERREICH – In den Sommermonaten läuft das Geschäft mit den Fiakern wieder auf Hochtouren. Brütende Hitze, Lärm und Gestank des Stadtverkehrs, stundenlanges Stehen im angelegten Geschirr ohne viel Bewegungsfreiheit und die beissenden Abgase der PKWs machen den Pferden zu schaffen.

Auch diesen Sommer stehen wieder schreckliche Bedingungen für die Fiaker an der Tagesordnung. Die Forderung einer Verbannung der Fiaker-Kutschen aus der Wiener Innenstadt ist jedoch bis jetzt noch nicht durchgesetzt worden. Vor vier Jahren wurden Missstände wie Anbindehaltung, fehlende Tränkvorrichtungen, dunkle und muffige Stallungen, sowie Fellabschürfungen von Geschirr und Kutsche in der Haltung von Fiaker-Pferden durch den VGT (Verein gegen Tierversuche) festgestellt. Die Situation scheint sich heute kaum verbessert zu haben. Johanna Stadler, Geschäftsführerin von VIER PFOTEN, meint dazu: "Diese klaren Verstösse gegen die Tierschutzbestimmungen werden viel zu selten kontrolliert und haben nur unbedeutende Konsequenzen." Erschreckend ist vor allem, dass nach wie vor die Anbindehaltung von Pferden weit verbreitet ist. Die wenigsten Fiaker-Unternehmen verfügen über ordnungsgemässe Koppeln, die den Pferden einen freien Auslauf ermöglichen. Ausserdem sind die Fiakerpferde gezwungen angeschirrt an einem Fleck zu stehen und können sich nicht aus ihrer eingeengten Situation befreien. Die Pferde müssen den Grossteil des Tages inmitten von hupenden Autos auch noch den Lärm und Gestank von Motorrädern, Strassenbahnen, LKW’s und Bussen aushalten. Es gibt einfach zu viele Pferdekutschen, die in der Wiener Innenstadt herumstehen. "Die Situation der Fiaker in Wien ist untragbar. Die Tiere leiden nicht nur unter schlechten Arbeits- und Haltungsbedingungen, sondern stehen aufgrund ihres Einsatzes zwischen hupenden Autos und deren Abgasen täglich extrem unter Stress,“ so Johanna Stadler.



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