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24.06.2010

Verschärfte Hundegesetze sind ein Problem für Tierheime

SCHWEIZ – Die Nachfrage nach Heimplätzen für «Kampfhunde» steigt. Viele Tierheime nehmen diese Hunde kaum mehr an. Sie werden diese Hunde nicht mehr los.

Kampfhunde und ihren Besitzer eilt ein schlechter Ruf voraus. Dies, seit in Oberglatt ZH ein Knabe von Pitbulls getötet wurde. Zahlreiche Kantone haben nach dem tragischen Vorfall ihre Hundegesetze verschärft, manche (wie Zürich, Genf und Wallis) gar Listen mit verbotenen Rassen erstellt. Dies hat Folgen. Vor allem für die betroffenen Hunde und die Tierheime. Der Bedarf an Plätzen für Listenhunde ist in jüngster Zeit stark gestiegen. Gemäss Fachleuten verlieren wegen des gesellschaftlichen Klimas immer mehr betroffene Hundebesitzer die Freude an ihrem Tier und wollen es daher loswerden. Bei anderen müssen die Behörden zum Mittel der Konfiszierung greifen, was das Platzangebot der Tierheime noch zusätzlich in Anspruch nimmt. Es herrscht ein Überangebot an «Kampfhunden», das mit der Nachfrage nicht mithalten kann. Viele Tierheime lehnen die Aufnahme von Kampfhunden ab.

Das Problem präsentiert sich regional sehr unterschiedlich – ein nationales Hundegesetz wird derzeit diskutiert. So lassen sich sich Listenhunde derzeit fast nur in die Zentralschweiz vermitteln. Dort gälten vergleichsweise liberale Regeln. Umgekehrt gibt es Kantone wie Thurgau, wo Kampfhunde beinahe nicht platzierbar sind.

Die Tierheime müssen die Konsequenzen tragen, die sich aus vorschnellen Massnahmen wie Listen mit verbotenen Rassen ergeben. Zu diesen Folgen gehöre unter anderem ein erheblicher finanzieller Mehraufwand. Jetzt sollen die Kantone zu ihrer Verantwortung stehen und wenigstens ihre finanziellen Beiträge an die Heime erhöhen.

In erster Linie macht den Tierschützern die ethische Komponente der Problematik zu schaffen. Noch haben erst 9 der angefragten Sektionen zum Mittel der Euthanasierung gegriffen. In Zukunft wird die Tötung unplatzierbarer Heimhunde als letztes Mittel aber vermehrt in den Vordergrund rücken.



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