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18.06.2009

VIER PFOTEN verurteilt Hundemassaker in China

SCHWEIZ – Chinesische Behörden in der Stadt Hanzhong haben bisher knapp 40’000 Hunde zu Tode prügeln lassen. Laut dem stellvertretendem Bürgermeister Xing Tianhu handelt es sich bei der Aktion um eine Massnahme gegen Tollwut. Internationale Tierschutzorganisationen und Medien berichten von brutalen Jagdkommandos und Berge von Leichen.

VIER PFOTEN hat schon 2008 im Vorfeld der Olympischen Spiele über den brutalen Umgang mit Tieren in China berichtet. Während den Spielen wurde aus Rücksicht auf die ausländischen Touristen zum Teil auf öffentliche Gewalt gegen Tiere verzichtet. Nun setzt China erneut auf Brutalität im Umgang mit Tieren.

„Dieses ungeheuerliche Massaker als Gesundheitsmassnahme zu verkaufen ist zynische Augenwischerei“, erklärt Johanna Stadler-Wolffersgrün, stellvertretende Geschäftsführerin von VIER PFOTEN. „Internationale Studien haben bewiesen, dass die Massentötung von streunenden Hunden sogar zu einem Anstieg der Krankheitsgefahr für Menschen führen kann.“

Bei der Massentötung wird kein Unterschied zwischen sterilisierten Tieren und anderen gemacht. Die freigewordenen Reviere würden dann andere, meist unbehandelte, Hunde aus der Umgebung anziehen. Dadurch würde sich der Todeskreis immer wiederholen, so Stadler-Wolffersgrün weiter. International werde zunehmend akzeptiert, dass eine nachhaltige Reduzierung der Zahl der Streunerhunde nur mit einer Gesamtlösung aus Geburtenkontrolle, Impfung und Überwachung möglich ist

VIER PFOTEN arbeitet seit zehn Jahren international an einer humanen Reduzierung der Anzahl von Streunerhunden, vor allem in Osteuropa. Die Erfahrung zeigt, dass eine Kombination von medizinischer Betreuung für die Tiere und Bewusstseinsbildung bei den Menschen zu einem erfolgreichen Zusammenleben aller Stadtbewohner führen kann.

„Das erneute brutale Vorgehen von chinesischen Behörden ist ein Skandal“, sagt Johanna Stadler-Wolffersgrün. „Wir rufen China auf, endlich einen moderneren, menschlicheren Umgang mit Tieren anzunehmen. Ein erster Schritt wäre es, mit der sinnlosen Lebenszerstörung bei Streunern aufzuhören, und sich um nachhaltige und humane Lösungen zu bemühen.“



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