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12.05.2011

Vietnam will dem Bärengallen-Tourismus ein Ende setzen

VIETNAM – Bärengalle gilt in vielen Teilen Asiens als Heilmittel. Den Bären wird der Saft unter entsetzlichen Schmerzen abgezapft. Nun erhöht Vietnam den Druck im Kampf gegen Geschäft mit der Bärengalle.

Seit über 3000 Jahren wird die Bärengalle in der chinesischen Medizin genutzt. Gegen Leberkrankheiten soll der Saft helfen. Das Nationale Amt für Tourismus hat nun Leitlinien herausgegeben, wonach Reiseunternehmen ihre Lizenz verlieren könnten, falls sie "Bärengallen-Ausflüge“ anbieten. In die vietnamesische Urlaubshochburg Ha Long werden vor allem Bärengallen-Reisen angeboten. Touristen aus Südkorea und anderen Teilen Asiens bekommen bei entsprechender Buchung die Live-Entnahme von Galle geboten.

Die Entnahme der Gallenflüssigkeit ist für die Bären sehr schmerzhaft. Zudem werden die Raubtiere in extrem kleinen Käfigen gehalten. Bis zu dreimal täglich wird ihnen der Saft abgezapft. Die Tiere leiden häufig an schweren Infektionen und sterben daran. Über 12’000 Bären befinden in asiatischen Farmen in Gefangenschaft.

2005 entschloss sich Vietnam zu einer schrittweisen Abschaffung dieser Einrichtungen. Es wurden rund 4000 in Gefangenschaft lebenden Bären Mikrochips eingepflanzt, um ihren Bestand zu kontrollieren. Die Farmer durften Ihre Tiere aber als Touristenattraktion behalten. Das Halten geschützter Arten zu kommerziellen Zwecken wurde erst 2009 verboten. Es existieren jedoch dutzende illegale Farmen, die immer noch Bären zur Gallensaftgewinnung halten. 



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