Logo
30.04.2014

Was Tiere erst denken, dann handeln lässt

USA – Haben Tiere Selbstbeherrschung? Forscher gingen dieser Frage nach und testeten 600 Tiere aus 36 Arten auf ihre Fähigkeit zur Selbstkontrolle. Das Ergebnis lässt sich in etwa so zusammenfassen: Je grösser das Gehirn einer Tierart ist, umso höher entwickelt ist die Fähigkeit zur Selbstbeherrschung.

Unter Selbstbeherrschung verstehen die Wissenschaftler «die Fähigkeit, mächtiges, aber letztlich kontraproduktives Verhalten zu unterdrücken», wie es in ihrer Arbeit heisst, die in den «Proceedings of the National Academy of Sciences» erschienen ist. Getestet haben die Forscher das Verhalten der Tiere mit Futter und zwar artübergreifend mit identischen Tests. Zu den für die Studie ausgewählten Arten gehörten unter anderem Schimpansen, Gorillas, Makaken, Lemuren, Kojoten, Hunde, Wölfe, Elefanten, aber auch Tauben, Eichelhäher, Finken und Spatzen.

Beim ersten Test versteckten die Wissenschaftler Futter in einer undurchsichtigen Röhre. Nach einer gewissen Zeit lernten die Tiere, dass das Futter über die offenen Enden des Zylinders erreichbar war. Wurde in einem weiteren Schritt dann eine durchsichtige Röhre verwendet, lag das Futter somit direkt vor ihnen. Bei Tieren mit kleinerem Gehirn zeigte sich, dass sie nun wiederholt auf direktem Weg an das Futter herankommen wollten, wobei sie aber bloss mit ihrer Schnauze an die Röhre stiessen. Tiere mit mehr Selbstkontrolle holten sich hingegen weiterhin das Futter über die seitliche Öffnung. Dabei handelte es sich vor allem um solche Arten, die über ein grösseres Gehirn verfügen. Im Rahmen eines ähnlichen zweiten Tests wurde Futter unter verschiedenen Bechern versteckt.

Die Ergebnisse zeichneten letztlich ein anderes Bild als zuvor angenommen. Bisher ging man nämlich davon aus, dass vor allem die relative Gehirngrösse zur Körpergrösse eine entscheidende Rolle spielt. In der Studie schnitten nun aber diejenigen Tierarten mit den absolut grösseren Gehirnen besser ab, wie die Forscher berichten. Dazu zählten die grossen Affenarten, die Hunde und die Wölfe. Die einzige Ausnahme davon bildeten die Elefanten, die relativ schlecht abschnitten, allerdings auch nur einen der beiden Tests absolviert haben.

Gemäss den Wissenschaftlern haben die Hunde bei den Tests sehr gute Ergebnisse erzielt, sie würden praktisch kaum Fehler machen. Wölfe seien zwar signifikant schlechter als Hunde, aber mit acht richtigen von insgesamt zehn Versuchen auch noch recht gut. Warum die Hunde so gut abgeschnitten haben, sei noch nicht klar, möglicherweise sei die Testanordnung nicht die beste, um die Selbstbeherrschung bei Hunden zu überprüfen.



Benutzer:
Passwort:
Neu registrieren
Passwort vergessen?

Notfälle

Petfinder.ch arbeitet eng mit zwei Tierärztinnen zusammen, die auf die häufigsten Notfälle bei Hunden, Katzen,Pferden und Nagern eingehen.
» mehr 

Heimatlose Tiere suchen ein Zuhause

heimatlose Tiere suchen ein Zuhause - Hunde, Katzen, Nager usw.

Über 1000 heimatlose Tiere suchen bei uns ein neues Zuhause. Tiervermittlung für Hunde, Katzen, Nager und mehr...