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27.09.2009

Weltweit erste Schutzzone für Haie

USA - Das Südseeparadies Palau richtet die erste Schutzzone der Welt für Haie ein. Über 600'000 Quadratkilometer soll sich diese Zone erstrecken. Das entspricht etwa der Grösse von Frankreich.

Jährlich würden derzeit weltweit etwa 100 Millionen Haie getötet. Einige Arten seien am Rand des Aussterbens. Fangboote, die mit Haien oder Haifischflossen in Palaus Gewässer erwischt würden, müssten mit hohen Strafen rechnen, drohte Johnson Toribiong, der Präsident von Palau. Allerdings besitzt das Land mit seinen etwa 20'000 Einwohnern nur ein Patrouillenboot.

Haie werden oft nur wegen ihrer Flossen gefangen und dann ins Meer zurückgeworfen. Dort sterben die Tiere einen qualvollen Tod. Haifischflossen gelten in manchen asiatischen Ländern als Delikatesse. Der Präsident von Palau rief die Staatengemeinschaft auf, sich mit ihm gegen das Gemetzel zu stemmen. «Das Überleben der Haie und das unserer Meere ist wichtiger als eine Schüssel Suppe.» Nach Angaben des Magazins «National Geographic» leben etwa 130 seltene Hai- und Stachelrochenarten im Pazifik rund um Palau - oder ziehen zumindest vorübergehend durch das Gewässer. Der Südseestaat besteht aus 241 Inseln mit insgesamt 508 Quadratkilometern Land. Nur elf Inseln sind bewohnt.