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08.12.2015

Wer hat Paco auf dem Gewissen?

SCHWEIZ – Es geht schon wieder ein Hundehasser um. Diesmal im Kanton Thurgau. Letzte Woche musste der junge Rüde Paco sterben, weil er einen vergifteten Cervelat gefressen hat. Tierfreunde setzen nun gemeinsam mit der Hundebesitzerin eine Belohnung in der Höhe von 7500 Franken aus, die zur Erfassung des Tierquälers führen soll.

Bild: Cindy Kullik

Es ist frühmorgens am vergangenen Montag. Cindy Kullik geht wie stets mit ihren beiden Rhodesian Ridgebacks Paco und Chiku die gewohnte Runde, die in Engishofen beginnt und weiter nach Kümmersthausen den Wald entlang führt. Frau Kullik sieht, dass Paco etwas frisst. Sie ruft ihn zu sich und denkt an nichts Böses. Zu Hause angekommen deutet nichts auf etwas Aussergewöhnliches hin. Nach dem Mittag verlässt sie kurz das Haus und erfährt bei ihrer Rückkehr den blanken Horror. Paco liegt völlig verkrümmt in der Küche, seine Schnauze ist voll von weissem Schaum und der Hund reagiert nicht auf ihre Berührungen. Der sofort herbeigerufene Tierarzt – Paco war im beschriebenen Zustand nicht transportfähig – ist innert 15 Minuten vor Ort, kann leider nur noch den Tod des zweijährigen Rüden feststellen. Laut Aussagen des Veterinärs handelt es sich um eine Vergiftung. Vermutlich um eine mit Schneckenkörnern. Das Heimtückische an einer solchen Vergiftung mit Schneckenkörnern ist, dass die Symptome erst nach vier bis sechs Stunden zeigen. Eine Zürcher Klinik bestätigt später den Verdacht des Tierarztes. Zudem wird Paco derzeit in einer Münchner Spezialinstitution untersucht, um den Verdacht definitiv zu erhärten. Derweil läuft eine Anzeige gegen Unbekannt.

 

Wer macht so etwas?

Cindy Kullik unter Tränen: «Paco war ein Familienmitglied. Wir alle sind unendlich traurig. Auch Chiku. Er frisst kaum, jammert ständig und sucht seinen Freund. Meine Kinder fragen immer, wann denn Paco wieder heimkehren würde. Ich fasse es einfach nicht und frage mich, wer zu so einer Tat fähig ist.» Frau Kullik ist nicht alleine mit ihrem Schmerz. Viele tierliebende Menschen wollen, dass der Übeltäter gefasst und bestraft wird. Damit dieser gefunden wird und seine Strafe erhält, wird nun eine stattliche Belohnung in der Höhe von 7500 Franken von Cindy Kullik, den Verantwortlichen des Schweizer Tiermagazins «Welt der Tiere», der Internetplattform petfinder.ch, von Meiko Heimtierbedarf und von weiteren Hundefreunden ausgesetzt. Paco, ruhe in Frieden.



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