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11.01.2011

Wer Hundesteuer nicht bezahlt, dem droht Todesspritze für den Hund

SCHWEIZ - In Reconvilier (BE) sollen Hunde künftig euthanasiert werden, wenn das Herrchen die Steuern für das Tier nicht bezahlt. Hundehalter und Tierfreunde sind empört.

Hunde

Im Amtsblatt der Gemeinde heisst es: "Der Gemeinderat beabsichtigt, Hunde, deren Besitzer die Hundesteuer nicht bezahlen, einzuschläfern." Jetzt ist eine heftige Debatte über das drastische Behörden-Vorgehen entbrannt. Darf ein Tier getötet werden, nur weil sein Herrchen einen Fehler begangen hat?

Der Gemeindeschreiber und Verfasser der amtlichen Mitteilung versucht zu beschwichtigen: "So steht es im kantonalen Gesetz, das seit 1904 existiert." Und weiter: "Die Steuer beträgt bei uns läppische 50 Franken im Jahr. Wer einen Hund hat, muss bereit sein, sie zu bezahlen“. Die mangelnde Zahlungsmoral der Halter ist primär für die härtere Gangart verantwortlich. Bei Hundehaltern und Tierfreunden löst diese Massnahme Wut und Kopfschütteln aus.