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04.12.2012

Wirtschaftliche Interessen im Vordergrund: Reptilienhäute aus tierquälerischer Haltung dürfen weiterhin importiert werden

SCHWEIZ – Entgegen dem Nationalrat lehnt der Ständerat das Einfuhrverbot von Reptilienhäuten aus Indonesien in die Schweiz ab. Mit dem Nein des Ständerates ist das Thema leider nun vom Tisch.

Auslöser für den Vorstoss von Franziska Teuscher (Grüne/BE) war ein Beitrag der «Rundschau» des Schweizer Fernsehens. Dieser zeigte mit schockierenden Bildern, wie in Indonesien Schlangen und Echsen für modische Leder-Accessoires auf grausame Art und Weise sterben müssen. Schlangen werden mit Wasser aufgefüllt, aufgehängt und bei lebendigem Leibe gehäutet.

Trotzdem entschied sich die kleine Kammer am 3.12.2012 mit Stichentscheid von Ratspräsident Filippo Lombardi (CVP/TI) gegen das geforderte Importverbot. Sämtliche Rednerinnen und Redner kritisierten die tierquälerische Haltung und Schlachtung von Reptilien. Die Gegner sind jedoch der Meinung, dass ein Importverbot der falsche Weg sei.

Die Schweiz mit ihren Uhrenfirmen gehört zu den grössten Abnehmern von Reptilienhäuten.

Ein allgemeines Verbot sei gemäss den Gegnern nicht angebracht, denn damit würden auch jene bestraft, welche die Tiere korrekt hielten und schlachteten. Auch der Bundesrat stellte sich gegen ein Verbot. Dies unter dem Aspekt von wirtschaftlichen Interessen.

Franziska Teuscher hatte mit ihrer Motion gefordert, dass sofort sämtliche Importe von Reptilienhäuten aus Indonesien gestoppt werden. Dies, solange bis die Schweiz über eine Garantie verfügt, welche bestätigt, dass Indonesien beim Handel mit Tierhäuten die internationalen Tierschutznormen einhält. Weiter sollte der Bundesrat gesetzliche Grundlagen ausarbeiten, damit in Zukunft Reptilienhäute nicht mehr in die Schweiz importiert werden können, wenn sie von tierquälerisch gehaltenen, gefangenen oder getöteten Tieren stammen.

Pro Jahr werden gegen eine Million Tierhäute in die Schweiz importiert.



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