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29.07.2010

Wolf im Wallis: VIER PFOTEN fordert Koexistenz statt Abschuss

SCHWEIZ – Letzte Woche wurde auf einer Alp oberhalb von Crans-Montana ein ausgewachsenes Rind gerissen. Als Hauptverdächtiger wird dabei ein Wolf gesehen. Eine DNA-Analyse soll zeigen, ob das Tier wirklich von einem, oder sogar zwei Wölfen getötet wurde. Für VIER PFOTEN zeigt der Vorfall, dass Schutzmassnahmen für Nutztiere ausgebaut werden müssen, um eine Koexistenz von Menschen und Wölfen in der Schweiz zu sichern.

Der Fall ist aussergewöhnlich: Bislang ist es noch nie vorgekommen, dass ein gesundes, ausgewachsenes Rind von einem Wolf angefallen wurde. Die grossen und wehrhaften Tiere gehören normalerweise  nicht ins Beuteschema der Wölfe, die in erster Linie Wildtiere wie Rehe und Hirsche jagen. Wird auch Vieh gerissen, handelt es sich ganz überwiegend um Schafe und Ziegen. Experten gehen deshalb davon aus, dass zwei Wölfe das Rind angegriffen haben müssen.
 
Gibt es bald Wolfsrudel in der Schweiz?
Laut Schätzungen des Bundesamtes für Landwirtschaft leben zur Zeit rund 15 bis 20 Wölfe im Schweizer Alpenraum, vor allem in den Kantonen Wallis, Tessin, Graubünden, Bern, Freiburg, Waadt sowie Luzern, Ob- und Nidwalden. Bislang waren die Tiere ausschliesslich als Einzelgänger unterwegs, was sich aber in absehbarer Zeit ändern könnte. Sobald sich ein Männchen und ein Weibchen zusammen tun und dann auch Junge haben, werden die Tiere auch im Rudel leben und jagen. Gerade deshalb sind vorausschauende Lösungen absolut dringend, denn für VIER PFOTEN ist klar: Es soll eine Koexistenz zwischen Mensch und Tier angestrebt und nicht der Abschuss der Wölfe verfolgt werden.
 
Intensivierung von Schutzmassnahmen
Untersuchungen zeigen, dass konsequente Schutzmassnahmen der entscheidende Faktor sind, um die Verluste bei Nutztieren gering zu halten. In anderen Ländern hat sich die Kombination von Elektrozäunen und Hütehunden zum Schutz von Herden bewährt und Schäden an Nutztierbeständen stark reduziert. Gleichzeitig wird damit auch verhindert, dass Wölfe Schafe oder Ziegen als leichte Beute einstufen. VIER PFOTEN plädiert deshalb dafür, dass diese Schutzmassnahmen konsequent eingesetzt werden, zum Wohl der Nutztiere, der Menschen und der Wölfe. Auch wenn der Angriff auf ein Rind eine neue Situation darstellt, gibt es keinen Grund, nun überstürzt den Abschuss des Wolfes zu fordern. Denn es ist davon auszugehen, dass solche Übergriffe auf Grossvieh auch in Zukunft eine absolute Ausnahme bleiben werden.

Doch nicht nur die Bewohner der Region Katalonien, sondern 70 Prozent aller Spanier haben sich bereits gegen den Stierkampf ausgesprochen. „Wir hoffen, dass die Entscheidung des katalonischen Parlaments Auslöser und Beschleuniger für Spaniens Regierung ist, sich endlich einem möglichen nationalen Verbot zu widmen“, erklärt Stadler: „Es ist Zeit, diese grausame, jahrhundertealte Tradition endgültig abzuschaffen.“



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