Logo
25.03.2011

Zeitumstellung: Gefährliche Frühstückszeit für Wildtiere

Am Wochenende ist es wieder soweit: Die Uhren werden eine Stunde vorgestellt. Abrupt fallen morgendlicher Berufsverkehr und Dämmerung zusammen. Damit steigt das Risiko für Wildunfälle schlagartig, denn Rehe sind besonders in den frühen Morgenstunden verstärkt auf Futtersuche. Nach dem langen Winter sind die Notreserven aufgebraucht – das Frühstück wird zum tödlichen Glücksspiel. Alle Autofahrer, besonders an Wald- und Feldrändern, sollten aufmerksam sein.

Die Tiere folgen bei ihrer Futtersuche einem festen Rhythmus. Sie wandern vom Wald, ihrem Schlafzimmer, zu nah gelegenen Wiesen und Feldern, ihrem Esszimmer. Ein gefährliches Unterfangen, zeigen die aktuelle Unfallstatistiken. Aber auch Wildschweine, Hirsche und kleinere Tiere werden jedes Jahr zu Tausenden überfahren.

Die meisten Wildunfälle passieren in den Monaten März und April. Denn jetzt lockt das frische Grün: Nachdem Rehe und andere Pflanzenfresser den Winter im Energiesparmodus verbracht haben, sind sie nun hungrig. Gehörn- und Geweihbildung bei männlichen Tieren, Fellwechsel oder die Geburt und Aufzucht des Nachwuchses sind besonders Kraft zehrend. Auch die Streusalzreste am Straßenrand sind eine hochwertige Delikatesse für die Tiere. Denn jetzt gilt es, den leeren Mineralhaushalt aufzufüllen. Ein zusätzliches Risiko für Tier und Mensch.

Sollte es zu einem Wildunfall kommen, bitte Ruhe bewahren und die Unfallstelle absichern. Auch müssen Polizei und, wenn bekannt, der zuständige Jäger benachrichtigt werden. Die getöteten Wildtiere dürfen keinesfalls mitgenommen werden, dies wäre Wilderei.

Selbst wenn am Fahrzeug kein sichtbarer Schaden entstanden und das Tier geflohen ist in jedem Fall den zuständigen Stellen zu benachrichtigen. Denn verletztes Wild läuft unter Schock erst einmal weiter. Ein Jäger kann es mit einem speziell ausgebildeten Hund suchen und von seinen Qualen erlösen. Ist der Jagdpächter nicht bekannt, hilft auch die örtliche Polizei weiter.


Quelle: tierschutznews.ch



Benutzer:
Passwort:
Neu registrieren
Passwort vergessen?

Notfälle

Petfinder.ch arbeitet eng mit zwei Tierärztinnen zusammen, die auf die häufigsten Notfälle bei Hunden, Katzen,Pferden und Nagern eingehen.
» mehr 

Heimatlose Tiere suchen ein Zuhause

heimatlose Tiere suchen ein Zuhause - Hunde, Katzen, Nager usw.

Über 1000 heimatlose Tiere suchen bei uns ein neues Zuhause. Tiervermittlung für Hunde, Katzen, Nager und mehr...