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03.08.2010

Zum Schutz für den Wolf

SCHWEIZ – In der Schweiz gibt es aktuell etwas über 10'000 Schafhalter, die sich um ca. 420'000 Schafe kümmern. Rund 250'000 davon und 20'000 Ziegen werden im Sommer in den Alpen gesömmert, weniger als die Hälfte davon behirtet. Sie teilen sich ihren Lebensraum mit etwa 100'000 Gämsen und Steinböcken.

Pro Saison verunfallen im Schnitt gegen die 5%, also über 12'000 Schafe in den Bergen (Studie WWF 1996) die meisten davon weil sie nicht von den Schafhaltern und Hirten beaufsichtigt werden. Sie sterben durch Krankheiten, Abgründe, Steinschlag, Zäune, Blitz, Hunderisse, Verletzungen usw.

2009 wurden 11 verschiedene Wölfe in der Schweiz genetisch nachgewiesen (M16, M19, M20, M21, M22, M23, M24, M25, M26, F5, F6) und zwar in 11 Kantonen. Die total rund 20 an der Zahl in der Schweiz verkehrenden Wölfe haben 2008 nur 177 "Nutztiere" gerissen. Im laufenden Jahr 2010 sind es bis zum 27.07.2010 genau 54 Schafe.

Für über 98% aller verstorbenen Schafe im langjährigen Jahresdurchschnitt (während der Sömmerung in den Bergen) kann der Wolf nicht verantwortlich gemacht werden.

Gemäss geltendem Recht ist der Wolf eine streng geschützte Tierart. Abschüsse sind per Gesetz nur in Ausnahmefällen, bei besonders Schaden stiftenden Tieren erlaubt. Doch die Ausnahme ist in der Schweiz längst die Regel. Die Schweiz hat eine der höchsten Wolfsabschussquoten Europas, sogar höher als in den meisten Ländern, in denen der Wolf jagdbar ist.

Eine Abschussbewilligung für Wölfe wird laut Gesetz dann erteilt, wenn er, in einem Monat mindestens 25 Schafe reisst oder innert vier Monaten 35. Deshalb wurden im Wallis bereits mehrere Tiere gejagt und getötet - dies, obwohl der Wolf seit 1988 nach nationalem Gesetz und internationalen Abkommen (Berner Konvention) zu den streng geschützten Tieren zählt.

Die Schafzüchter sind aber nach wie vor nicht zufrieden: Sie fordern eine noch freiere Abschussregelung im Schadensfall. Natürlich sind es auch die Jäger, welche hier Stimmung machen.

Luchs und Wolf liegen der Schweizer Bevölkerung am Herzen. Eine Mehrheit der Befragten einer Umfrage von Pro Natura spricht sich dagegen aus, dass die Raubtiere abgeschossen werden, damit Wild- und Fischbestände für Jäger und Fischer erhalten bleiben. 72 Prozent lehnen es etwa ab, dass Luchse oder Wölfe abgeschossen werden, damit der Reh- und Gemsenbestand für die Jagd konstant bleibt. Ebenso sind 69 Prozent gegen die Jagd auf fischfressende Vögel, um den Ertrag der Fischer zu sichern.

Laut Statistik tötet jede Schweizerin und jeder Schweizer während seiner Lebenserwartung mehr als 1150 Tiere, unter anderem 8 Kühe, 33 Schweine, 25 Hase, 300 Fische, 520 Hühner usw für den ungesunden und ausufernden Fleischkonsum. Die lieben Tiere die zusätzlich für Eier und Milchprodukte ihr Leben lassen müssen, sind dabei noch nicht eingerechnet!

Um einmal die Verhältnisse ins richtige Licht zu rücken.  Der Wolf macht nur das, was er eben natürlicherweise zum Überleben macht.



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